Gaby Pöpleu, Wilhelmsburg.

Es geht mit knalligen Plakaten los und endet mit einem Fest: „Zeichen setzen“ heißt eine neue Initiative. Das Ziel: Mehr Vielfalt, Toleranz und Respekt auf der Elbinsel.In vier Schritten sollen „demokratische Potentiale in Wilhelmsburg aktiviert werden“, heißt es in der Ankündigung zur Initiative: Der erste Schritt sind Plakate in Knallfarben, um die Aktion bekannt zu machen. Dann soll – zweitens – in Jugendeinrichtungen nachgedacht werden, was Vielfalt, Toleranz und Respekt bedeuten. Das mündet – drittens – in konkrete Aktionen, zum Beispiel Diskussionen, Kunstprojekte, Sportveranstaltungen, Rap-Events oder Theaterstücke. Viertens wird im Sptember gemeinsam gefeiert und die in der Zwischenzeit entstandenen Projekte werden vorgestellt.
 Die Betonung will man dabei auf die Gemeinsamkeiten aller Wilhelmsburger legen. Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind die Zielgruppe: Sie sollen sich mehr mit den Themen Vielfalt, Respekt und Toleranz auseinandersetzen.
Wer steckt hinter „Zeichen setzen“ und wer bezahlt das Ganze? Die Idee stammt von „TIRA“, dem „Tisch für interreligiösen Austausch“, an welchem sich Vertreter von Jugendeinrichtungen, Kirchen, Moscheen und Schulen regelmäßig seit Juli 2016 versammeln, um das Verhältnis der Religionen, vor allem wohl von Muslimen und Christen, in Wilhelmsburg zu verbessern. TIRA ist als so genannte „Partnerschaft für Demokratie“ anerkannt, bekommt daher für seine Projekte Geld aus dem Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der offizielle Träger von „Zeichen setzen“ ist allerdings der Verein „Sport ohne Grenzen“.

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