Die Triebwerke der VFW 614 wurden auf den Tragflächen montiert
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Karin Istel, Finkenwerder
Sie war das erste nach dem Krieg in Deutschland ent-wickelte Flugzeug, das in Serie für den Linienbetrieb gebaut wurde: die VFW 614, erkennbar auch an den über den Tragflächen an verkleideten Trägern montierten Düsen. Airbus bringt im Frühjahr ein Exemplar nach Finkenwerder. Hier soll der historische Flieger auf lange Sicht bleiben und auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
In Zukunft sollen alle in norddeutschen Werken gebauten
historischen Flugzeugmodelle in Finkenwerder gesammelt werden, entschied die Konzernzentrale, nachdem jahrelang überlegt worden war, wohin mit der VFW 614.
Derzeit steht die VFW 614 auf dem Airbus-Werksgelände in Bremen. Doch dort musste sie Platz für Produktionserweiterungen machen. Das Flugzeug war Mitte der 1960er-Jahre bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken in Bremen entwickelt worden. Das Unternehmen wurde zunächst vom niederländischen Flugzeugbauer Fokker übernommen und ging später im Airbus-Konzern auf. Ein wirtschaftlicher Erfolg war die Maschine eher nicht: In den 1970er Jahren wurden nur 19 Exemplare des Kurzstreckenjets gebaut.
Rund 60.000 Besucher schauen die historischen Flugzeuge bei Airbus jährlich an. Derzeit stehen auf der Museumswiese in Finkenwerder ein HFB 320 „Hansa Jet“, eine C-160 D „Transall“, eine Nord N 2501 „Noratlas“ sowie eine „Super Guppy“.

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