Mentale Stärke und Konzentration sind beim Darts das A und O. Foto: nk

Niels Kreller, Hausbruch
Ist es ein „Bump“ oder doch eher ein „Plopp“, dieses dumpfe Geräusch, mit dem sich der Pfeil in die Sisalscheibe bohrt? Zu hören war es am Wochenende im Landhaus Jägerhof unzählige Male. Denn dort fanden die Norddeutschen Meisterschaften des Landes-Dartverbandes Hamburg LDVH statt. Im großen Festsaal und im Kaminzimmer reihte sich Scheibe an Scheibe. Sportler aus Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Meck-lenburg-Vorpommern traten im Einzel oder Doppel an.

Die 16 besten Hamburger fahren zu den German Masters

Gerade ein paar Tage zuvor hatte dieser Sport mit der spektakulären Weltmeisterschaft und dem Sieg des Neuprofis Chris „Voltage“ Robb gegen Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor für Aufsehen gesorgt. Auch wenn viele Darts-Sportler und auch die Stars ihre Laufbahn dort begonnen haben: Das hatte nichts mehr dem lockeren Pfeilewerfen in verrauchten Kneipen zu tun. Und auch im Landhaus Jägerhof waren angespannte Gesichter zu sehen: Ohne mentale Stärke und Fitness ist hier kein Sieg zu holen. So ein Wettkampf kann schon mal über ein paar Stunden gehen.
Auch im Jägerhof spürt man den „Spirit“, der die Zuschauer regelmäßig mitreißt: Selbst wenn es um wichtige Entscheidungen und Punkte geht – hier geht es kollegial, ja freundschaftlich zu, unter Sportlern, und Zuschauern. Und auch wenn man im Jägerhof in der Hauptsache unter sich blieb, keine fantasievollen Kostüme zu sehen waren und der Caller nicht lauthals „Onehundredandeiiightyyyy!“ rief, wenn jemand dreimal die „Triple 20“ getroffen hatte, so fieberten Zuschauer und Sportler doch eher raunend mit.
Dabei ging es gerade für die Hamburger um einiges bei dem Turnier. Denn die Norddeutsche Meisterschaft zählt für die Hamburger Rangliste. Die ersten 16 fahren im Juni zu den German Masters nach Kirchheim.
„Es gibt sogar“, verriet Alexander Marx, Vizepräsident des LDVH, eine Darter-„Krankheit“, die „Dartitis“. Gemeint ist damit, aus Angst vor dem Versagen, den Pfeil nicht mehr werfen zu können. „Das passiert, wenn du zu sehr daran denkst, wie du werfen musst. Dann verkrampfst du“, so Marx.
Sein Rezept dagegen: „Am besten ist es, nicht zu sehr an den Wurf zu denken. Ich betrachte das als eine Art Meditation.“

Nicht zu sehr an den Wurf denken empfiehlt Andreas Marx, Vizepräsident des LDVH, „Sonst verkrampfst du.“ Foto: nk

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