Viele Kinder lieben Ponys: In Meyers Park ist der Kontakt zu den geduldigen Vierbeinern auch für arme

Gaby Pöpleu, Harburg
In den Wald dürfen die Ponys nicht, auf dem Reitplatz versinken sie im Schlamm – wenn nicht ganz schnell etwas passiert, muss der Ponyhof Meyers Park dichtmachen. Denn der Verein kann das Geld für die dringend nötige Reitplatzsanierung nicht aufbringen.
„Unsere Reitbahn versagt auf ganzer Linie“, erklärt Katja Stoffregen vom Kinder- und Jugendreitverein Ponyhof Meyers Park. Die Bahn ist mittlerweile extrem wellig und holperig und hat tiefe Löcher. Schon an trockenen Tagen ist das Reiten dort abenteuerlich. Die Beine der Ponys werden dabei extrem beansprucht, so dass manche dort gar nicht mehr richtig bewegt werden dürfen. Außerdem läuft das Wasser nach Regen oder Schneefall nicht mehr ab. Es entstehen riesige Pfützen, die Bahn ist nicht benutzbar. „So müssen wir immer öfter den Reitunterricht absagen“, sagt Stoffregen.
Ein Gutachter stellte im vergangenen Jahr fest: Die Reitbahn muss komplett ausgekoffert und neu angelegt werden. Ein bisschen Sand auffüllen und glattharken – wie in den vergangenen Jahren immer wieder praktiziert – reiche nun nicht mehr.
Kostenpunkt: 20.000 bis 25.000 Euro. „Das ist ein Betrag, den wir unmöglich selbst stemmen können“, sagt Stoffregen. „Wir sind ein kleiner gemeinnütziger Verein, der Kindern aus allen sozialen Schichten mit oder ohne Behinderung den Umgang mit Ponys und der Natur ermöglichen möchte.“ Dafür arbeiten die Mitglieder ehrenamtlich, bauen viel selbst, um die Kos-ten gering zu halten.
Tatsächlich fanden sich auch Wohltäter, die den Ponyhof unterstützen wollen: Ein Spender würde den Sand kostenlos liefern. Vom Hamburger Spendenparlament gab es eine Zusage über 5.000 Euro, aber nur, wenn die Gesamtsumme bis Ende Januar zusammenkommt. „Wir haben schon jeden angeschrieben, der uns in den Sinn kam“, erzählt Katja Stoffregen, „Aber Reiten klingt offenbar immer nach Luxus und nicht sozial.“ Dabei geht es im Meyers Park sehr wohl um Soziales: Zum Beispiel kommen zweimal wöchentlich behinderte Kinder der Schule Elfenwiese. Für Kinder aus sozial sehr schwachen Familien werden die Gebühren aus Spendengeld finanziert.
Wer dem Ponyhof-Verein helfen möchte, kann sich unter Tel. 0172 308 53 16 oder per E-Mail k.stoffregen@web.de an Katja Stoffregen wenden.

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