Perspektiven! im Bürgerhaus Wilhelmsburg

Drei Planungsteams haben seit August an Vorschlägen gearbeitet, wie das Spreehafenviertel – das Quartier, das zwischen Ernst-August-Kanal und dem namensgebenden Spreehafen entstehen soll – einmal aussehen könnte. Nun hat eine Jury entschieden, welcher der Entwürfe Grundlage für die weiteren Planungen werden soll.

Anforderungen der Bürger*innen waren ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung der Jury

Die Jury hat sich einstimmig für die Arbeit des Planungsteams BIWERMAU Architekten BDA und WES LandschaftsArchitektur entschieden. Nun machte am Ende ein Entwurf den ersten Platz, der kein Favorit der Bürger*innen war. Dennoch waren die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens ein zentraler Bestandteil der Diskussion der Jury. So fiel die Entscheidung für den Entwurf von BIWERMAU auch gerade deshalb, weil hier – im Gegensatz zu den anderen Entwürfen – das größte Potential gesehen wird, wichtige Bürger*innenanforderungen später tatsächlich realisieren zu können. Dazu zählt insbesondere der Wunsch nach Erhalt von zusammenhängenden Grünflächen. Das sei in diesem Entwurf durch mehrere Anpassungen möglich, für die die Jury bereits Vorschläge gemacht hat und die nun konkret geprüft werden.

Insbesondere die Freiraumgestaltung des Entwurfs erntete von Bürger*innen Kritik, während z. B. die überwiegende Trennung von Wohnen und Gewerbe durch die Einrichtung eines Gewerbeblocks unterschiedlich bewertet und die Radverkehrsplanung gelobt wurde.

Weitere Beteiligung bei Bearbeitung der Pläne geplant

Bei der nun anstehenden Überarbeitung des Entwurfs sollen Bürger*innen erneut die Möglichkeit bekommen, ihre Anforderungen für die neue Nachbarschaft einzubringen. Die IBA Hamburg GmbH möchte in einer gemeinsamen Veranstaltung mit Perspektiven! zu Beginn des nächsten Jahres die Entscheidung der Jury im Detail erläutern. Dabei geht es auch darum, gemeinsam zu diskutieren, welche Anpassungen möglich sind und wie der Gewinnerentwurf die Bürger*innenanforderungen am besten umsetzen kann.

Sören Schäfer, Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln: „Es ist wirklich interessant, dass die Jury mit ihrer Entscheidung sicherstellen möchte, dass zentrale Anforderungen aus dem Beteiligungsverfahren umgesetzt werden können, und sich dazu für einen Entwurf entscheidet, der von den Bürgerinnen und Bürgern gerade nicht als Favorit gesehen wurde. Über mögliche Änderungen an dem Entwurf gilt es nun den Dialog weiterzuführen und in einem ersten Schritt die Juryentscheidung genau zu erläutern. Perspektiven! setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger an der Verbesserung der Pläne für das Spreehafenviertel mitarbeiten können.“

Bürger*innen konnten sich von Beginn an in die Planungen einbringen

Seit Juni hat Perspektiven! auf den Elbinseln über die Planungen zum Spreehafenviertel informiert und gefragt, was den Menschen auf den Elbinseln für das neue Quartier wichtig ist. Ziel ist es immer, besonders vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich selber in die Planungen einzubringen. Die Ergebnisse hat Perspektiven! durch das Planungsverfahren transportiert und während der Planungen in öffentlichen Workshops nachgefragt: Wie wurde mit den Anforderungen aus dem Stadtteil gearbeitet? Und wie schätzen Bürger*innen die Arbeit ein? In der Abschlussveranstaltung konnten Bürger*innen zudem ein Votum zum Gesamteindruck zu jedem Entwurf abgeben. Die Ergebnisse hat Perspektiven! in der Jurysitzung vorgestellt und in die Diskussion eingebracht. Nun ist die Entscheidung gefallen und es geht in die konkrete Umsetzung.

Zum Verfahren:

Für das Projektgebiet Spreehafenviertel führt die IBA Hamburg GmbH in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte ein städtebaulich-freiraumplanerische Planungsverfahren durch. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurde dem Projekt „Perspektiven! – miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg und seinen Kooperationspartnern, dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und dem vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V., übertragen.

Weitere Informationen zum Verfahren: 

www.perspektiven-elbinseln.de
www.spreehafenviertel.de
http://buewi.de/aktivitaeten/perspektiven/verfahren-spreehafenviertel

Kontakt und weitere Informationen: Sören Schäfer, Telefon: 040   752   017  -  18
Weitere Informationen zum Verfahren: http://buewi.de/aktivitaeten/perspektiven/verfahren-spreehafenviertel

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