Leider Alltag an der Osterstraße: Autofahrer parken ihre Wagen auf Radstreifen

Carsten Vitt, Eimsbüttel

Extra Fahrspuren für Radfahrer können eine feine Sache sein. Häufig versperren aber geparkte Autos den Weg. Ein Beispiel aus der Osterstraße.Marianne Funk fährt fast täglich die Osterstraße auf einem der Radstreifen entlang. Neulich kam sie dort nicht mehr weiter. „Es standen etwa zehn Lieferwagen, Autos und ein Taxi auf dem Fahrradweg zwischen Karstadt und Heymann-Buchhandlung. Ich war gezwungen, die ganze Strecke auf der Straße zu fahren. Dies kann nicht Sinn eines Fahrradwegs sein, und stellt insbesondere in meinem Lebensalter eine erhebliche Gefahr dar”, sagt die 79-Jährige.
Seit dem Umbau der Osterstraße ist es besonders eng: Auf den schmalen Fahrspuren zwängen sich Lieferwagen, Busse, Autos und Radfahrer nebeneinander entlang. Vor allem Ältere und Eltern mit Kindern empfinden das Radeln auf der Straße häufig als brenzlig. Marianne Funk: „Deshalb sollte man erwarten, dass der Polizei, die ja für Sicherheit und Ordnung zuständig ist, auch die Sicherheit von Fahrradfahrern ein Anliegen ist.” Sie schilderte dem Polizeikommissariat 23 (PK 23) in Lokstedt die Situation, die sie erlebt hatte, bekam aber eine „enttäuschende Antwort“. „Der Beamte am Telefon meinte, da könne man nichts machen, die eingehenden Notrufe würden der Reihe nach abgearbeitet, und aufgrund des Personalmangels bleibe für Kontrollen der Fahrradwege kein Raum“, so Funk.
Axel Kleeberg vom PK 23 entgegnet, dass es zuletzt keine Beschwerden mehr über zugeparkte Radwege gegeben habe. Er verspricht: „Wir nehmen das ernst und gucken uns das jetzt verstärkt an.” Stadtteilpolizisten, die städtischen Parkplatzsheriffs und andere Kräfte sollen besonders auf Verstöße achten.
Zu beachten sind folgende Regeln: Auf Radschutzstreifen (gestrichelte Linie) dürfen Fahrzeuge nur kurz halten. Aussteigen, um zur Bank oder zum Bäcker zu gehen, gilt als Parken und ist verboten. Auf Radfahrstreifen (durchgezogene Linie zur Autofahrspur) sind Parken und Halten verboten. Wer es dennoch tut, riskiert einen Strafzettel.

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