So geht Verkehrsberuhigung: Aktive und Unterstützer der Tempo-30-Initiative Bundesstraße protestieren auf der Kreuzung Osterstraße / Eppendorfer Weg.

Für ein paar Minuten hatten die Autos Pause: Aktive und Unterstützer der Tempo-30-Initiative Bundesstraße postierten sich am Sonnabend kurzzeitig auf der Kreuzung Eppendorfer Weg / Osterstraße. Ja, alles legal, die Polizei war dabei! Das Ziel der engagierten Bürger: Mehr Sicherheit und ein niedrigeres Tempolimit für den Eppendorfer Weg. Die Initiatoren Viola Roggatz und Matthias Steffen wollen nach dem schnellen Erfolg an der Bundesstraße weitermachen (das Elbe Wochenblatt berichtete). Sie sammeln Unterschriften für Tempo 30 und bereiten eine Diskussionsveranstaltung zur Verkehrspolitik vor.

Bezirk Nord prescht vor

Wie in Eimsbüttel wächst in mehreren Vierteln der Unmut über Raser, Drängler und unübersichtliche Ecken im Verkehrsraum. Nach dem tödlichen Unfall an der Bundesstraße im Januar bekommen die Argumente für Tempo 30 und eine generelle Verkehrsberuhigung neues Gewicht. Am Eppendorfer Weg müht sich die Bezirkspolitik schon seit Jahren ab, etwas zu erreichen. Seit 2009 wurde immer wieder Tempo 30 gefordert, doch die Polizei lehnte stets ab.
Im Bezirk Nord hingegen gibt es Hoffnung: Zwischen Löwenstraße und Lehmweg soll der Eppendorfer Weg umgebaut werden – inklusive Tempo-30-Regelung. Unter anderem ist geplant, Radstreifen auf die Straße zu verlegen und Kreuzungen zu verengen. Auf Eimsbütteler Seite – also zwischen Hoheluftchaussee und Weidenstieg – stehen konkrete Pläne zur Entschärfung der Lage noch aus. Es gibt immer wieder brenzlige Situationen, weil Autofahrer Fußgänger hinter parkenden Autos nicht sehen können – und umgekehrt. Zweite Reihe-Parker, Lieferwagen: An sich ist die Straße ohnehin ein Nadelöhr, das man nur mit verringertem Tempo durchfahren kann. Etliche Autofahrer geben dennoch Gas.
Sympathie für Tempo 30 gibt es auch unter Geschäftsleuten: „Das ist überfällig“, findet Getränkehändler Yoksul Kazim. Schuster Oliver Neumann: „Es würde mich freuen, wenn es ruhiger würde. Hier gehen auch viele alte Leute über die Straße. Ich hätte überhaupt nichts gegen Tempo 30.“

?? www.30-zone-bundesstrasse.de

Aufgaben für die Bezirkspolitik
Die Bürger kennen sich am besten aus, an welchen Stellen auf Eimsbüttels Straßen es gefährlich ist. Das Elbe Wochenblatt rief dazu auf, weitere Kandidaten für Tempo 30 oder eine drastische Verkehrsberuhigung zu nennen. Da muss nun die Bezirkspolitik ran und ihre Hausaufgaben machen. Hier die Wunschliste:
– Steenwisch / Eidelstedter Weg bis zum Kreisel
– Lohkoppelweg
– Vizelinstraße (Tempo 20 oder 10!)
– Basselweg
– Hagenbeckstraße (zwischen Stadtteilschule und
U-Bahnhof Lutterothstraße)
– Mansteinstraße
– Schulterblatt
– Generell in allen Wohngebieten!

Sympathie für Verkehrsberuhigung gibt es auch unter Geschäftsleuten: „Tempo 30 ist überfällig“, sagt Getränkehändler Yoksul Kazim.

Schuster Oliver Neumann: „Ich würde mich freuen, wenn es etwas ruhiger würde. Viele alte Leute gehen hier über die Straße.“

Nadelöhr Eppendorfer Weg: Parkt ein Lieferwagen auf der Straße, wird es eng. Radler und Autos schlängeln sich dicht an dicht vorbei. Schnell voran geht es ohnehin nicht.

Nadelöhr Eppendorfer Weg: Parkt ein Lieferwagen auf der Straße, wird es eng. Radler und Autos schlängeln sich dicht an dicht vorbei. Schnell voran geht es ohnehin nicht.

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