Am Basselweg setzen sich Anwohner für eine Verkehrsberuhigung ein – vor kurzem wurden 250 Unterschriften an Lokalpolitiker übergeben.

An der Bundesstraße hatte der Bürger-Protest Erfolg: Die Polizei will zwischen Kippingstraße und Isebekkanal einen Tempo-30-Abschnitt einrichten (das Wochenblatt berichtete). Aber es gibt noch mehr Ecken, an denen Bürger und Politik Druck machen, um gefährliche Situationen zu verhindern. Eine Übersicht.

Basselweg, Stellingen: Zwischen Kieler Straße und Wördemanns Weg soll langsamer gefahren werden. Eine neu formierte Anwohner-Initiative ist seit Anfang des Jahres aktiv.
Listen mit 250 Unterschriften wurden an die Lokalpolitiker übergeben. Das Dilemma: Anwohner berichten immer wieder von brenzligen Situationen zwischen Autos und Fußgängern und Beinahe-Unfällen. Aus Sicht der Polizei ist die Straße eine wichtige Nord-Süd-Achse, auf der der Verkehr nicht gebremnst werden dürfe. Zudem gebe es keine Häufung von Unfällen.

Steenwisch, Stellingen: Die Wohnstraße wird von Auto- und Lasterfahrern gern als Alternative zu Müggenkampstraße und Langenfelder Damm genutzt. Viele fahren dabei zu schnell, beklagen Anwohner immer wieder.

Mansteinstraße, Hoheluft-West:?Gilt unter Autofahrern offenbar als Beschleunigungsstrecke, um vielleicht noch die nächste grüne Ampel zu kriegen. Problematisch: Viele hundert Kinder sind täglich auf dem Weg zu Schulen in der Nähe unterwegs.

Eppendorfer Weg, Hoheluft-West / Eimsbüttel:
Bereits 2009 forderte die Bezirksversammlung Eimsbüttel Tempo 30 auf der Straße, die durch Wohngebiete in Hoheluft-West und Eimsbüttel führt. Verschärft wird die Situation durch viele unübersichtliche Stellen: Autofahrer parken in zweiter Reihe oder in Einmündungen von Nebenstraßen und nehmen so Fußgängern und Radfahrern die Sicht auf Autos. Die Forderung der Politik verpuffte bisher, die Polizei hat in knapp sechs Jahren nichts geändert.

Osterstraße, Eimsbüttel:
?Voriges Jahr wurde viel über den anstehenden Umbau dis-kutiert, immer wieder machten sich Bürger für ein Tempolimit oder eine Verkehrsberuhigung stark. Auch hier mauern Polizei und Behörde: Die zentrale Einkaufs- und Geschäftsmeile sei eine Durchgangsstraße, da dürfe es keine Beschränkungen geben. Indirekt schon: Durch
engere Fahrspuren und Radeln auf der Straße wird der Verkehr vermutlich zwangsläufig gebremst.

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Betreff: Tempolimit

An der Schlankreye gilt seit Jahren Tempo 30. Immer mehr Bürger engagieren sich in ihren Vierteln für mehr Sicherheit an den Straßen.

1 KOMMENTAR

  1. Da Hamburg in Zukunft eine einzige, große Wohnstadt ist, müsste Tempo 30 endlich flächendeckend als Regelgeschwindigkeit ausgesprochen werden. An Schnellstraßen und Stadtautobahnen kann dann gerne ein höheres Tempo gefahren werden.
    Dazu muss aber die Straßenverkehrsordnung geändert werden.
    Das ist mit dem autogeilen bayrische Verkehrsminister Scheuer (CSU) aber wohl eher nicht zu machen.

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