Kathrine Bartz (28) und Tochter Elva (1) sind genervt von den Abriss-Arbeiten am Bunker: „Wir suchen bereits eine neue Wohnung. Es ist wahnsinnig laut

Anne Rose, Hoheluft, Rattatatatat – ein ständiges Hämmern dröhnt durch den Wiesingerweg, nur unterbrochen durch kurze Pausen. Fußgänger hasten vorbei, die Anwohner sind genervt. Vor etwa zwei Monaten begannen die Abrissarbeiten an dem alten Bunker, den Beiersdorf beseitigen lässt. Etwa vier Monate soll das insgeamt dauern, bisher ist von außen noch kein Fortschritt zu erkennen.
Aber es ist laut. Viele Anwohner wollen nicht offen über ihren Ärger sprechen, doch dieGrundstimmung ist eindeutig: Viele befürchten, dass die Arbeiten weit länger dauern könnten, als angekündigt. Und nach dem Abriss geht es ja voraussichtlich mit dem Bau eines neuen Bürogebäudes weiter. Dazu kommen Wut über Lärm und Schmutz und Ärger über die starke Verkehrsbelastung durch Laster und Autos in dem engen Wiesingerweg. „Was die Stadt so alles genehmigt, nur um Firmen zu halten, ohne an Anwohner zu denken, ist unbegreiflich“, ärgert sich auch eine direkte Nachbarin der Baustelle.
Aber auch wenn es von außen nicht so aussieht, es geht voran: „Der Abbruch der zwei Meter starken Bunkerdecke wird in wenigen Tagen abgeschlossen. In der kommenden Woche startet der Abbruch der Wände und Zwischendecken“, erklärt Cora von Meysenbug, eine Sprecherin von Beiersdorf. „Leider hat der Abbruch der Betondecke etwas länger gedauert, da sich die Konstruktion als härter erwies, als ursprünglich angenommen. Darüber hinaus ruhten die Arbeiten mehrfach – zum einen, weil Arbeitsgeräte kaputt gegangen sind, und zum anderen, weil mit Rücksicht auf die Anwohner an den Feier- und Brückentagen im Mai nicht gearbeitet wurde.“
Als nächstes werden die Zwischenwände abgetragen, dann folgt das Fundament. Beiersdorf versuche auch hier, die Belastung der Anwohner möglichst gering zu halten, erklärt von Meysenbug: „Die Arbeiten erfolgen in regelmäßiger Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde montags bis freitags maximal von 7 bis 16 Uhr.“ Für die kommende Woche ist eine Begehung der Baustelle geplant, danach werde es auch einen genaueren Zeitplan geben.

Holger Fischer (59) wohnt nur ein kurzes Stück entfernt. „Meine Wohnung geht zum Glück zum Innenhof raus. Je nachdem, wie der Wind steht, höre ich den Baulärm nur sehr leise. Ich habe aber gehört, dass das neue Gebäude erst 2013 fertig wird, es wird also noch eine Weile dauern. Andererseits muss es ja sein, ganz früher war nebenan noch ein Freilager für Chemikalien, das war viel schlimmer.“

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