Vorrunde verkorkst, Klassenerhalt gefährdet

Sascha de la Cuesta, mit sechs Oberligatreffern Türkiyes bester Torschütze, glaubt fest daran, dass sein Team in der Rückrunde noch den Klassenerhalt schaffen kann. Foto: rp

Fußball-Oberliga: Schafft Türkiye nach der Winterpause noch die Wende?

Von Rainer Ponik, Wilhelmsburg.

Es ist schon ein bisschen kurios: Die vor Saison als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelten Oberligakicker vom FC Süderelbe finden sich nach der Vorrunde in der oberen Tabellenhälfte wieder. Die hoch gehandelten Fußballer des FC Türkiye rangieren dagegen auf einem Abstiegsplatz. So hatten sich die Verantwortlichen aus Wilhelmsburg den Saisonverlauf nun wirklich nicht vorgestellt.Nach durchwachsenem Saisonstart sorgte eine scheinbar unendliche Serie von Verletzungen dafür, dass der Kader mehr und mehr in sich zusammenschmolz. So blieben Punktgewinne in den letzten zehn Spielen Mangelware. Türkiye erreichte nur zwei Unentschieden und stürzte auf einen direkten Abstiegsplatz.
Nach einem klaren 1:5 gegen Curslack-Neugamme zog das Trainerduo Dennis Kreutzer/ Gökhan Acar die Reißleine und trat von seinem Amt zurück. „Wir haben das Gefühl, dass wir die Mannschaft gedanklich nicht mehr erreichen“, begründeten sie ihre Konsequenz.
So hat nun erstmal Liga-Manager Klaus Klock die schwierige Aufgabe übernommen, die Mannschaft aus der Krise herauszuführen. Das Pokal-Aus im Achtelfinale beim Ligakonkurrenten in Niendorf (0:2) konnte auch er nicht verhindern. Das aber erscheint nebensächlich, denn der Kampf gegen den Oberligaabstieg hat an der Landesgrenze oberste Priorität.
Nach vier verlorenen Auswärtsspielen in Serie darf der FCT am heutigen Sonnabend, 2. Dezember (13 Uhr, Landesgrenze), endlich wieder ein Heimspiel bestreiten. Mit dem SC Condor reist der Lieblingsgegner an, der in den letzten vier Partien gegen Türkiye nur einen Punkt gewann. Allerdings konnte Türkiye bislang auch nur eines seiner sieben Heimspiele gewinnen.
Mit einem Sieg gegen die „Raubvögel“ könnten die Gastgeber vielleicht die Abstiegsplätze verlassen und sich mit einem Erfolgserlebnis in die so herbeigesehnte Winterpause verabschieden.
Klar, dass man bei Türkiye auf eine erfolgreiche Rückrunde hofft. Die wochenlange Pause dürfte reichen, um das Lazarett zu lichten und eventuelle personelle Verstärkungen in die Mannschaft zu integrieren.
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