Tennis: Pataki gewinnt 16. Blankeneser Pfingstturnier

Katerina Pataki (re.) mit Hamburger Verbands-Jugendwartin Ana-Maria Mövs (li.)

Bei der 16. Ausgabe des Blankeneser Pfingstturniers, dem wohl größten und bedeutensten Jugend-Tennisturnier in Norddeutschland, gewinnt Ester Katerina Pataki (10) gegen starke nationale Konkurerenz erneut bei dieser Veranstaltung. Nach dem Erfolg im letzten Jahr in der Alterklasse U10 war das Tennistalent vom SV Wilhelmsburg von 1888 e.V. auch dieses Jahr, diesmal aber bei den U12, nicht zu stoppen.

Katerina, in diesem Turnier an Position 5 gesetzt, hatte in der ersten Runde ein Freilos. In der zweiten Runde mußte sie dann gegen Emma Maria Ansorge vom Tennisclub Rot-Weiß Neubrandenburg e.V. antreten. Mit einer soliden Leistung konnte sie dieses Match mit 6:1, 6:3 für sich entscheiden. Nur Anfang des zweiten Satzes kam Katerina beim Spielstand von 0:2 etwas unter Druck, was aber eher der Kälte und dem einsetzenden Regen geschuldet war. Zum ersten Mal richtig zur Sache ging es dann im Achtelfinale gegen Anastasia Nadin Wadi (Tennis-Club SCC Berlin). In einem hochklassigen Spiel mit vielen langen Ballwechsel konnte sich Katerina nach 1h25min mit 6:3, 6:4 durchsetzen. Beeindruckend war vor allem das Tempo mit dem beide Mädchen spielten. Die Vorhand von Wadi gehört wohl zu den schnellsten in dieser Alterklasse. Besonders ihr Vorhand-Longline war eine Augenweide. Leicht hätte dieses Match auch anders ausgehen können, wenn Ansatasia beim Spielstand von 4:4 im zweiten Satz, ihre Breakchancen hätte nutzen können. Letztlich gewann Katerina, weil ihr Spiel insgesamt sicher und variabler war.

Leider wollte das Los, dass Katerina schon am Sonntag im Viertelfinale auf die Titelverteidigerin und topgesetzte Nikol Rivkina (Club zur Vahr, NWE), 14. der DTB-Rangliste U12, traf. In dem vorweggenommenen Endspiel zeigten beide Mädchen begeisterndes Tennis auf höchsten Niveau. Beeindruckend bei beiden war die Qualität der Grundschläge, des Aufschlages und Returns und die Platzaufteilung über die gesamte Dauer des Spiels hinweg. Den ersten Satz gewann Nikol mit 6:2, weil sie besonders mit ihren Crossbällen Katerina immer wieder in die Defensive drängen konnte, nahezu fehlerfrei spielte und zudem auch noch sehr gut returnierte. Katerina blieb zwar immer dran, konnte ihre vorhandenen Möglichkeiten zu punkten aber zu wenig nutzen. Der zweite Satz war dann ein Spiegelbild des ersten, nur war jetzt Katerina am Drücker. Rivkina unterliefen mehr Fehler als zuvor, während Katerina immer druckvoller, aber trotzdem mit guter Sicherheit agierte. Die Folge war der Satzausgleich mit 6:1. Auch in diesem Satz war der Spielverlauf deutlich knapper, als es das Ergebnis aussagt. Jetzt mußte der Match-Tiebreak über den Einzug ins Halbfinale entscheiden. Zunächst konnte sich keine Spielerin entscheidend absetzen. Erst beim Stande von 7:5 sah es aus als würde Katerina die Oberhand gewinnen, da Nikol nun zusehens mit sich haderte und dadurch viel unkonzentrierter spielte. So kam Katerina beim Spielstand von 9:6 zu ihrem ersten Matchball. Nach einem tollen Angriffsball war der Schlag von Rivkina zu kurz, aber Katerina versenkte den relativ einfachen Schmetterball ins Netz. Plötzlich ist Nikol wieder voll da, holt Punkt um Punkt auf und hat nun ihrerseits beim Stand von 9:10 Matchball. Aber mit einer grandiosen Rückhand ins Eck wehrt Katerina die drohende Niederlage ab. Nach 1h50min kann sie dann mit ihrem vierten Matchball den dritten Satz und damit auch das Match mit 12:10 für sich entscheiden.

Halbfinalgegnerin war Noemi Sante, Nr. 6 der Setzliste vom Rochusclub Düsseldorf, eine Spielerin mit guten Grundschlägen, besonders auf der Vorhandseite und zudem mit viel Spielübersicht ausgestattet. In einem guten Spiel, ohne die großen Höhepunkte wie im Viertelfinale zuvor, setzte sich Katerina mit 6:3, 6:4 durch. Dabei kam sie nur im zweiten Satz beim Stande von 4:4 ernsthaft in Bedrohung, als sie Breakbälle zum 4:5 für Noemi abwehren musste. Aber wie schon in den Matches zuvor zeigte sich Katerina, besonders in kritischen Situationen, sehr nervenstark und konnte ihr Aufschlagsspiel dann doch noch zum 5:4 durchbringen.

Das Finale am Montag nahm dann einen eher enttäuschenden Spielverlauf. Die zweite der Setzliste und Nr. 27 der DTB-Rangliste U12, Mara Ploumis vom Tennisverein Süd Bremen, hatte gegen Katerina heute keine Chance. Nur in der Anfangsphase des ersten Satzes lag sie mit 0:1 und 0:40 einmal vorn, aber Katerina zeigte dann wer Chefin auf dem Platz ist. Sie hielt den Ball nur im Spiel und ließ Ploumis die Fehler machen. Dies langte, um den ersten Satz mit 6:1 zu gewinnen. Auch der zweite Satz verlief nach diesem Schema und ging mit dem gleichen Ergebnis von 6:1 an Katerina. Damit war ihr zweiter Turniersieg in Blankenese geschafft - vielleicht nicht ihr letzter dort.
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