Tennis: Norddeutsches Green- und Orange-Cup Masters 2014

Die Teilnehmerinnen in der Altersklasse Juniorinnen U10 von links. In Klammern die erreichte Plazierung Ester Katerina Pataki (2.), Svetlana Samardzic (7.), Luca Bohlen (8.) Anna-Marie Weißheim (6.) Evelyn Wargentin (1.) Emely Fink (5.), Lina Berg (4.), Juline Vogel (3.)

Ester Katerina Pataki (10), das Tennistalent vom SV Wilhelmsburg von 1888 e.V. erreicht den 2. Platz beim Norddeutschen Green- und Orange-Cup Masters in Isernhagen. Das Turnier (kann als inoffizielle Norddeutsche Meisterschaft betrachtet werden) wurde dieses Jahr in einem geänderten Modus ausgetragen, in dem sowohl Einzel als auch Doppel gespielt wurden.

Jeweils vier Mädchen spielten dabei in zwei Gruppen. In den Gruppenspielen wurden zwei Einzel und ein Doppel gespielt. Die Doppelpaarung wurde so zusammmen gesetzt, dass die zwei Mädchen miteinander spielten die im Einzel nicht gegeneinander gespielt hatten. Es wurde eine Vor- und eine Hauptrunde gespielt. Die besten zwei einer Gruppe in der Vorrunde qualifizierten sich dann für die Hauptrunde, in der um die Plätze 1 bis 4 gespielt wurde. Die anderen 4 Mädchen spielten dann in einer Gruppe um die Plätze 5 bis 8.
In der Vorrunde am Samstag traf Katerina im ersten Spiel auf Anna-Marie Weißheim aus Schleswig-Holstein, dass sie nach 70 Minuten mit 6:3, 7:5 gewann. Dabei agierte sie im ersten Satz mit viel Druck und dem besseren Aufschlag. Im zweiten Satz unterliefen Katerina zu viele Doppelfehler und auch ihre Grundschläge verfehlten zu oft das Feld. Zum Ende des Satzes spielte sie dann wieder stärker und konnte das Match so für sich entscheiden.
Im zweiten Einzel des Tages gegen Svetlana Samardzic vom Tennisverband Berlin-Brandenburg lieferte Katerina dann eine bessere Leistung ab. Obwohl ihr immer noch zu viele einfache Fehler unterliefen, konnte sie mit guten Aufschlägen und auch am Netz überzeugen. In weniger als einer Stunde konnte sie das Match mit 6:2, 6:2 für sich entscheiden und war damit als Erste ihrer Vorrundenguppe für die Hauptrunde am Sonntag qualifiziert. Im, für die Reihenfolge in ihrer Gruppe unbedeutenden Doppel, verlor sie dann überraschend mit ihrer Partnerin, der ebenfalls ungeschlagenen Gruppenzweiten Evelyn Warkentin aus Niedersachsen mit 4:6, 5:7. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass zwei gute Einzelspieler noch kein gutes Doppel ausmachen. Obwohl technisch unterlegen, harmonierte das gegnerische Doppel deutlich besser miteinander. Zudem erwiesen sich Anna-Marie Weißheim und besonders Svetlana Samardzic als gute Netzspielerinnen und konnten dort viele Punkte für ihr Doppel erzielen.
In der Hauprunde am Sonntag wurden dann zunächst die Doppel gespielt. Mit ihrer Partnerin, der Bremerin Lina Berg, musste Katerina gegen das deutlich favorisierte Niedersachsen-Duo Evelyn Warkentin/Juline Vogel antreten. Und wie schon in der Vorrunde konnten sich die Favoriten im Doppel nicht durchsetzen. Während Evelyn und Juline ganz stark am Netz agierten, hielt vor allem Lina an der Grundlinie die Filzkugel im Spiel und punktete auch immer wieder am Netz. Katerina glänzte mit starken Aufschlägen und viel Druck von der Grundlinie. In einem sehr guten und spannenden Doppel konnten sich Katerina und Lina schließlich mit 6:3, 3:6, 7:6 behaupten. Damit hatte Katerina plötzlich die besten Vorraussetzungen auf den Turniersieg.
Im ersten Einzel des Tages trafen dann Katerina und Evelyn Warkentin aufeinander, dass Evelyn mit 6.4, 4:6, 7:6, in einem wirklich sehenswerten Spiel denkbar knapp für sich entscheiden konnte. Dabei spielte Evelyn ein überragendes Match und brillierte vor allem mit ihren Longlineschlägen auf Vor-und Rückhand, die immer wieder ihr Ziel fanden. Auch ihr Spielaufbau war für ihr Alter (sie war mit 9 Jahren die Jüngste dieser Konkurrenz) erstaunlich weit entwicklt. Lediglich im Aufschlag zeigte sie einige Schwächen, der Rest war einfach nur stark. Katerina spielte nicht überragend, da sie einfach zu viele leichte Fehler machte und in der Beinarbeit Schwächen zeigte. Trotzdem kämpfte sie bis zum letzten Ball und hätte das Match auch gewinnen können. Letztendlich war der Sieg von Evelyn aber verdient. So konnte Katerina das Turnier nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen. Um überhaupt noch eine Chance auf den Turniersieg zu haben, musste jetzt unbedingt ein möglichst deutlicher Erfolg gegen die ebenfalls hoch eingeschätze Juline Vogel aus Niedersachsen her. In einem guten und sehr spannenden Spiel behielt Katerina mit 7:5, 7:5 die Oberhand. Dabei wechselten sich bei beiden Mädchen stark herausgespielte Punkte mit leichten Fehlern ab. Insgesamt gesehen geht der Sieg von Katerina aber in Ordnung, da sie die druckvollere und entschlossenere Spielerin war.
Nun kam alles auf die letzte Begegnung zwischen der klaren Favoritin Evelyn Warkentin und und der Aussenseiterin Lina Berg an. Ein Satzverlust von Evelyn würde Katerina auf jeden Fall den Turniersieg bringen. Bei einem knappen Zweisatz-Erfolg Evelyns müsste der Taschenrechner entscheiden. Und die Überraschung des Turniers, Lina Berg aus Bremen, hatte den Satzgewinn tatsächlich auf dem Schläger und damit die Sensation ganz dicht vor Augen. Im letzten Moment konnte Evelyn den drohenden Satzverlust beim Stande von 3:5 jedoch noch abwenden und sich in den Tiebreak retten, den sie dann auch gewann. Der zweite Satz ging mit 6:3 dann klar an Evelyn. Aber auch sie hatte in ihrer Begegnung viele Spiele abgeben müssen.
So kam es nun doch zum Zielfoto-Entscheid auf dem Taschenrechner, da Katerina und Evelyn in der Anzahl der gewonnenen Matches, Sätze und Spiele exakt gleich standen. Die Entscheidung über den Turniersieg fiel dann zugunsten von Evelyn, da sie den direkten Vergleich mit Katerina gewonnen hatte - eine Entscheidung die man durchaus vertreten kann.
Für Katerina war es ihr letztes Turnier in der Alterklasse U10 mit druckreduzierten Bällen und verkürzten Sätzen. Ab jetzt kämpft sie nur noch in der Altersklasse U12 um Siege und Pokale, was für sie aber nicht neu ist. Schon in diesem Jahr hat sie dort mehr gespielt als in ihrer Altersklasse U10 und kann bisher drei Turniererfolge und viele gute Plazierungen beim höheren Jahrgang U12 vorweisen.
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