Tennis: Ester Katerina Pataki gewinnt beim 2. Solinco Cup

Turniersiegerin AK U18, Ester Katerina Pataki (11)

Tennistalent Ester Katerina Pataki vom SV Wilhelmsburg von 1888 e.V. erfolgreich beim 2. Solinco Cup auf der Anlage der Witthöft Tennis Akademie in Hamburg-Jenfeld. Zum ersten Mal spielte die elfjärige Katerina dabei in der höheren Alterklasse U18. Ihr Auftaktmatch gegen Mona Merz (TCH Groß Grönau, SLH) gewann sie nach nur 37 Minuten souverän mit 6:0, 6:0.


Deutlich schwerer wurde dann die Aufgabe gegen die Schleswig-Holsteinerin Kim Juliane Auerswald (Marner TC). Bisher hatte Katerina alle Spiele gegen Kim - zum Teil deutlich - verloren, diesmal jedoch konnte sie sich mit 7:5, 6:2 durchsetzen. In einem spannenden Match, das aber durch viele Fehler beider Mädchen geprägt war, siegte Katerina schließlich verdient, weil sie besser aufschlug und in den entscheidenen Phasen doch konstanter agierte. Zudem bewies Katerina vor allem im ersten Satz Nervenstärke, als sie Aufschlagsverluste zum 3:4 und 4:5 Rückstand umgehend wieder wettmachen konnte. Obwohl vom Ergebnis her der zweite Satz deutlich mit 6:2 an Katerina ging, war der Spielverlauf viel enger. Fast alle Spiele gingen über Einstand und auch Kim hatte ihre Chancen, die sie durch vermeidbare Fehler aber immer wieder verspielte. Nach 70 Minuten Spieldauer war dann der Einzug in das Finale für Katerina perfekt.
Dort traf sie auf die zur Zeit beste Schleswig-Holsteinerin des Jahrgangs 2003, Noma Noha Akugue vom TSV Glinde. Auch gegen Noma hatte Katerina in den bisherigen Begegnungen noch nie gewinnen können. Der erste Satz verlief ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Noma. Bemerkenswert vor allem das dritte Spiel beim Stand von 1:1, das allein fast 10 Minuten dauerte und tolle Ballwechsel bot. Noma ging dann mit 4:2 in Führung, musste allerdings kurz darauf den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen. Die Entscheidung im ersten Satz fiel, als Katerina das Break zur 6:5 Führung schaffte und dann mit eigenem Aufschlag, nach 50 Minuten Spielzeit, den dritten Satzball zum 7:5 verwandeln konnte. Entscheidend für diesen Satzgewinn war, dass es Katerina immer wieder gelang aus der Defensive heraus den Ball im Spiel zu halten und Noma doch ungewohnt viele Fehler unterliefen.
Der zweite Satz ging dann mit 6:2 an Noma, die jetzt deutlich sicherer spielte. Das Niveau der Begegnung war nun sichtbar höher als im Satz zuvor und durch viele sehenswerte Ballwechsel geprägt. Bemerkenswert dabei das hohe Tempo mit dem beide Mädchen jetzt spielten. Nachdem Noma mit 3:0 in Führung gegangen war, wurde es beim Stand von 4:2 für sie noch einmal spannend im Satz, als Katerina das Break schaffte und auf 3:4 verkürzen konnte. Noma behielt diesmal jedoch die Nerven, breakte ihrerseits Katerina und brachte ihr folgendes Aufschlagsspiel, nach 33 Minuten, sicher zum 6:3 Satzgewinn durch.
Im folgenden Match-Tiebreak spielten die beiden Mädels dann herausragendes Tennis mit vielen sehenswerten Ballwechseln. Den besseren Start erwischte Katerina, die mit 2:0 in Führung ging und diese bis zum 6:4 behaupten konnte. Dann drehte Noma mächtig auf, gewann die nächsten drei Punkte und lag plötzlich mit 7:6 vorne. Aber wie schon im gesamten Turnier zeigte Katerina Nervenstärke, brachte auch die besten Schläge von Noma zurück ins Feld und hatte dann, beim Stand von 9:7 bei eigenem Aufschlag, ihren ersten Matchball. Und der hatte es in sich. Schon mit dem Return geriet Katerina mächtig in die Defensive und als Noma ein fantastischer Crossball auf die Vorhand von Katerina gelang, schien der Matchball abgewehrt. Aber Katerina konnte den Ball erlaufen und zurück ins Feld spielen. Noma spielte dann den gleichen Ball noch einmal, mit sogar noch mehr Winkel als zuvor und erwischte Katerina zudem auf dem falschen Fuß. Aber auch an diesen extrem schwierigen Ball kam sie irgendwie noch heran und spielte ihn, etwas glücklich, fast paralell zum Netz auf die Seitenlinie. Selten hat man Katerina nach einem gewonnen Matchball lauter jubeln gehört als an diesem Tage.
Mit diesem Turniersieg setze Katerina einen schönen Schlusspunkt unter eine sehr erfolgreiche Hallensaison, die viel Hoffnung für die nun bevorstehende Freiluftsaison aufkommen lässt. Zudem sollte sie auf Grund der Erfolge, in der neuen Deutschen Jugendrangliste U12, die im April erscheinen wird, von ihrem derzeitigen zehnten Platz einen deutlichen Sprung nach vorne machen.
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