Tennis: 49. Norddeutschen Verbandsmeisterschaften

Das Team Hamburg: Alina Schmalriede, Dirk Sperling, Lenn Lümkemann (hinten, v.li.) Darren Damuel Soliman, Lilly Zeppenfeld, Ester Katerina Pataki, Jannik Oelschlägel (vorne, v.li.)

Bei den 49. Norddeutschen Verbandsmeisterschaften der Altersklasse U10, die vom 5. bis 7. September 2014 in Bad Oldesloe ausgetragen wurden, erreichte der Nachwuchs des Hamburger Tennisverbandes einen hervorragenden zweiten Platz. Im Hamburger Team standen neben Antonia Paschen (Klipper THC), Lilly Zeppenfeld (Harburger TB), Alina Schmalriede (TSV Sasel), Jannik Oelschlägel (Rahlstedter THC), Lenn Lümkemann (SV Blankenese) und Darren Samuel Soliman (Horn und Hamm) auch Tennistalent Katerina Pataki (SV Wilhelmsburg), die zudem Mannschaftskapitänin des Teams war. Betreut wurde das Team von Verbandstrainer Dirk Sperling. Von den acht teilnehmenden Verbänden aus Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin-Brandenburg, Sachsen und Westfalen waren die Niedersachsen am Ende das stärkste Team.

Zum Austragungsmodus: Dieses Turnier setzt sich aus einem Motorik- und Fitnesstest und einem Tennisvergleich zusammen. Für jede gewonnene Übung im Bereich Motorik und Fitness erhält der Sieger 4 Punkte. Beim Tennis gibt es für jeden gewonnenen Satz zwei Punkte (Im Doppel wird ein langer Satz bis 9 gespielt und mit vier Punkten bewertet). Im Motorik- und Fitnesstest treten Viererteams (jeweils 2 Mädchen und 2 Jungen) in Staffeln gegeneinander an. Im Tennisteil (Mädchen und Jungen spielen getrennt) werden jeweils 2 Einzel und ein Doppel ausgetragen. Es gewinnt das Team mit der höheren Gesamtpunktzahl aus den Teilbereichen.
Das Viertelfinale gegen Berlin-Brandenburg wurde überlegen mit 51,5 zu 8,5 Punkten gewonnen. Dabei kam Katerina zu einem klaren 6:0, 6:2 Erfolg gegen die starke Luca Bohlen. Im Halbfinale wartete mit dem Vorjahressieger Schleswig-Holstein ein schwerer Brocken auf dem Weg ins Finale, aber die Hamburger konnten sich auch hier deutlich durchsetzen (38 zu 22). Jedoch hatte Katerina gegen Anna-Marie Weißheim, die Nummer 1 aus dem Nachbarland ihre liebe Mühe. Im ersten Satz lag sie schon fast aussichtslos mit 2:5 hinten, konnte das Spiel aber doch noch wenden und den Satz im Tiebreak für sich entscheiden. Den zweiten Satz und damit das Match gewann Katerina dann deutlich. Zudem wußte sie auch in den Motorik- und Fitnessaufgaben zu gefallen und hatte so einen erheblichen Anteil am erfolgreichen Abschneiden der Hamburger.
Am Sonntag, dem Finaltag, kam es dann zum Showdown zwischen dem Favoriten aus Niedersachsen und Hamburg. Nachdem schon im Hockey unglücklich verloren wurde, lief es auch im Tennis alles andere als optimal. Die Jungen verloren trotz sehr guter Leistung alle ihrer drei Tennismatches ohne Satzgewinn. Auch Antonia Paschen stand gegen eine sehr starke Xenia Jeromin auf verlorenem Posten. Nur Katerina konnte im Einzel, im Duell der Topspielerinnnen ihrer Teams, gegen Juline Vogel mit 7:5, 7:5 gewinnen und war auch im Doppel mit Partnerin Lilly Zeppenfeld gegen das niedersächsische Duo Xenia Jeromin/Evelyn Warkentin mit 9:6 erfolgreich. Um das Turnier noch zu gewinnen, mußten jetzt alle Motorik- und Fitnessübungen gegen die Niedersachsen gewonnen werden. Und die Hamburger Kinder legten sich dementsprechend ins Zeug und gewannen die ersten drei Übungen in überzeugender Manier. Besonders im Ballwurf hatte man mit Lilly die Beste aller Kinder im Team. Aber beim Fußballslalom passierte es dann doch. Als letzte der vier Starter ihres Teams ging Katerina mit deutlichen Vorsprung in den Slalomparkour. An der letzte Stange, kurz vor dem Ziel, sprang ihr der Ball jedoch zu weit vom Fuß und diese eigentlich schon gewonnene Übung ging doch noch verloren. Jetzt war nur noch der Gleichstand möglich. In der nächsten Übung mussten vier Bälle aus verschieden Ecken des Platzes geholt und in einen Eimer gelegt werden. Vom ersten Starter an lagen die flinken Niedersachsen knapp in Führung und konnten diese dann auch bis zum Schluss behaupten. Damit ging der Gesamtsieg schon vor der letzten Übung - (Biathlon: Laufen und dann vier Bälle aus 2m Entfernung in einen Eimer werfen), die wiederum von den Hamburgern überlegen gewonnen wurde - an Niedersachen. Aufgrund der Stärke im Bereich Tennis war dieser Sieg (32,5 zu 27,5) letztendlich auch verdient. Aber Glückwunsch auch an den Hamburger Tennisnachwuchs. Das Team kämpfte bis zum Schluß in großen Stil und erreichte das beste Hamburger Ergebnis seit Jahren bei dieser Veranstaltung.
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