Gemeinsam Spaß beim Handball

Torwart Florian spielt normalerweise beim SV Eidelstedt und guckt heute mal bei der SG Wilhelmsburg rein. Foto: cvs

SG Wilhelmsburg gründet Team, in dem Behinderte
und NIcht-Behinderte zusammen spielen

Von Christopher von Savigny.
In der Sporthalle des Sprach- und Bewegungszentrums Wilhelmsburg werfen sich die Spieler den Ball zu. Torwart Florian reißt die Arme hoch und wehrt das runde Leder zur Seite ab. „Jaaa“, jubelt er ausgelassen und klatscht sich mit seinen Mitspielern ab. Florian hat das Downsyndrom. Wie einige andere auf dem Feld trägt er eine spezielle Brille, um sich gegen Verletzungen zu schützen.
Handball mit Behinderten? Das geht sogar sehr gut, findet Jens Krüger, Trainer bei der Spielgemeinschaft (SG) Wilhelmsburg. Im Dezember hat Krüger eine Inklusionsmannschaft mit „normalen“ und gehandicapten Teilnehmern ins Leben gerufen. „Ich fand das total reizvoll“, berichtet er. „In anderen Sportarten wie zum Beispiel Basketball ist das ja schon lange gang und gäbe, nur im Handball nicht!“
Vom gemeinsamen Training könnten alle profitieren, findet Krüger. „Hier geht es weniger um die Frage, wer der Bessere ist, als um das Thema, zusammen Spaß zu haben und voneinander zu lernen.“ Kürzlich seien die Inklusions-Handballer zum ersten Mal ins Trainingslager gefahren. „So etwas ist natürlich ein Erlebnis, das man lange in Erinnerung behält“, sagt Krüger.

Ganz neu:
Freiwurf-Liga Hamburg

Einmal wöchentlich sonnabends trainiert die SG am Rotenhäuser Damm. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. „Ich bin jetzt das zweite Mal dabei“, berichtet Max (13) aus Harburg, einer der nicht-behindertenTeilnehmer. „Mir macht es sehr viel Spaß. Es wird keinem ein Vorwurf gemacht, wenn mal etwas schiefgeht!“
Dachverband des neuen Handballteams ist die 2014 gegründete „Freiwurf-Liga Hamburg“, der inzwischen vier Handball-Inklusionsmannschaften angehören. Die SG Wilhelmsburg kommt nun als fünftes Team hinzu. „Das freut uns natürlich, denn dadurch bauen wir uns einen neuen Gegner auf“, sagt Martin Wild, Vorsitzender von Freiwurf Hamburg. Handball schule Kondition, Kraft und Koordinationsfähigkeit. „Aber nicht nur das: Man lernt auch, Verantwortung zu übernehmen und wird selbstbewusster“, so Wild.
So richtig läuft es noch nicht bei der SG: Fast alle Spieler, die heute da sind, hat Wild selbst mitgebracht – damit ein bisschen was los ist, wenn die Presse kommt. „Es dauert, bis sich so eine Mannschaft gefunden hat“, erklärt er. Ein wenig Leerlauf zu Beginn sei „ganz normal“.
Interessenten können gerne vorbeischauen. Trainingszeit: jeweils sonnabends von 11 bis 13 Uhr, Halle Rotenhäuser Damm 40. Infos/Kontakt: Tel 0177/257 42 69

❱❱ www.sgwinklusionsteam.jimdo.com
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