Zwei engagierte Wilhelmsburgerinnen

Ehrung für 29 Jahre Integrationsarbeit: Anette Ponath (r.) mit Laudatorin und Bezirkspolitikerin Jutta Kodrzynski (Grüne). (Foto: cvs)

Bürgerpreis der Bezirksversammlung Mitte: Anette Ponnath (65) und Judy Engelhard (52) wurden geehrt

von Christopher v. Savigny

Sie fördern junge Migranten und helfen ihnen, einen Platz in der Gesellschaft zu finden: Von der Bezirksversammlung Mitte haben Anette Ponnath, Gründerin des Kirchdorfer Mädchenclubs „Dolle Deerns“, und Judy Engelhard, verantwortlich für interkulturelle Aufgaben im Bürgerhaus, jeweils eine Ehrung für „herausragendes Engagement in der Integrationsarbeit“ erhalten. Der Bürgerpreis wird jährlich vergeben.
Anette Ponnath (65) hat vor 29 Jahren den Verein „Dolle Deerns“ ins Leben gerufen, der am Erlerring sein Zuhause hat. Besucherinnen zwischen 10 und 24 Jahren können sich in beruflichen und persönlichen Dingen beraten lassen, sie können sich fortbilden oder eines der vielen Freizeitangebote in Anspruch nehmen. „Ziel war es, jungen Frauen das Gefühl zu geben, dass sie ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind“, sagt Ponnath über die Vereinsgründung im Jahr 1983. Seitdem hat sich das Kursangebot immer weiter vergrößert: Derzeit kann man Fortbildungen für Computer oder für kreatives Schreiben belegen, es gibt Fotokurse und Theaterwork-shops, darüber hinaus werden Unterrichtsreihen in Physik und Chemie angeboten. Ponnath gibt aus Altersgründen in diesem Jahr den Vorsitz ab, will sich aber weiter in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren. „Ich freue mich über die Ehrung, weil es zeigt, dass unsere Arbeit gesehen und respektiert wird“, sagt sie.
Die studierte Pädagogin Judy Engelhard (52) organisiert seit fünf Jahren das interkulturelle Programm im Bürgerhaus. Zu ihren wichtigsten Projekten gehören der Umzug der Kulturen, die KinderKulturKarawane und das jährliche Elbinsel-Gipsy-Festival. „Kultur lässt sich sehr gut auch über kulturelle Grenzen hinweg vermitteln“, sagt sie. „Man muss den Menschen nur eine Bühne geben!“
Der Hauptpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, ging in diesem Jahr an zwei Projekte in Horn und in St. Georg. Insgesamt waren 72 Vorschläge eingegangen. „Das breite Spektrum des Engagements zeugt von großer Kreativität und gesellschaftlicher Präsenz der Menschen, die sich durch ihre Tätigkeiten verdient gemacht haben“, sagte Bezirksamtsleiter Andy Grote.
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