YouTube-Hit aus Harburg

Die YouTube-Videos produziert Martin Dehn (M.) gemeinsam mit seinen Freunden Emmo Can (l.) und Juha Strube (r.).

Martin Dehn alias Mister Peinlich sorgt im Internet für Lacher

Anna Sosnowski, Harburg

Sein erstes Video habe er nur so zum Spaß ins Internet gestellt, erzählt Martin Dehn. Doch auf einmal hatte der nur zwei Sekunden lange Clip, für den der Harburger lediglich „Hallo, was geht?“ in die Kamera sagt, auf Anhieb 600.000 Klicks. Heute, vier Jahre später, hat der 23-Jährige einen eigenen Kanal auf der Internet-Plattform YouTube. Als Mister Peinlich bringt er mit Streetcomedy und Musikparodien über 13.500 Abonnenten im Internet regelmäßig zum Lachen.
„Wir haben damit angefangen, auf der Straße Quatsch zu machen“, erzählt Dehn. Seit rund zwei Jahren zieht er gemeinsam mit zwei Freunden los, um Passanten lustige Fragen zu stellen oder Leute zu erschrecken. „Es ist wichtig, was gerade beliebt ist. Erschrecken und Comedy waren lange Zeit gar nicht in. Jetzt sind sie wieder Trend“, sagt der Nachwuchs-Comedian. Besonders wichtig ist ihm jedoch, dass seine Videos Niveau haben. „Ich will niemanden beleidigen oder mich über Leute lustig machen“, versichert er. Auch werde nur dann Material online gestellt, wenn die Gefilmten zustimmen. Wenn Dehn mit versteckter Kamera unterwegs ist, fragt er hinterher immer um Erlaubnis. „Die meisten Leute finden die Aktion superwitzig und haben nichts dagegen“, sagt der Youtuber.
Wie viel Arbeit es macht, die meist nur wenige Minuten langen Videos zu produzieren, hätte er anfangs nicht gedacht. „Dafür geht meine gesamte Freizeit drauf“, sagt Dehn. Doch es lohne sich. „Man erschafft ein kleines Kunstwerk und macht alles selbst, von der Idee, übers Filmen und Schneiden bis zur Vermarktung.“

Rund 1,2 Millionen Klicks


Damit möglichst viele die Videos sehen, machen Dehn und sein Team Werbung auf Facebook. Bisher wurden ihre etwa 35 Clips rund 1,2 Millionen mal geklickt. Und auch ins Fernsehen hat es Mister Peinlich schon geschafft: Hin und wieder ziehen Privatsender seine Videos aus dem Netz und strahlen sie aus. Das bringe zwar kein Geld, aber dafür eine breite Öffentlichkeit, so Dehn. Er freut sich, dass er immer öfter von Fans erkannt wird. „Nur wenn ich bei der Arbeit bin, ist es manchmal zu viel. Besonders wenn die Leute rein kommen und Fotos machen wollen“, sagt Dehn, der zurzeit eine Ausbildung zum Optiker macht. Er kann sich gut vorstellen irgendwann sein Hobby zum Beruf zu machen und als Comedian zu arbeiten. „Leute zum Lachen zu bringen macht mir ganz viel Spaß“, sagt er.

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