„Wir waren ein gutes Team“

Magdalena Baus freut sich auf ihre Freizeit und die spannenden Projekte, die sie entwickeln möchte Foto: sahin

Interview mit Magdalena Baus,
der langjährigen Leiterin der Elternschule Wilhelmsburg

Von Fatma Sahin.
Eine Veränderung hatte Sozialpädagogin Magdalena Baus gesucht und sich für die Leitungsstelle der Elternschule
Wilhelmsburg beworben. Pflichtbewusst führte sie 25 Jahre lang ihre Arbeit an der Elternschule Wilhelmsburg aus, entwickelte neue Konzepte und stand den Eltern sowie Schülern zur Seite. Doch nun war es Zeit, sich von dem Leitungsteam der Elternschule zu verabschieden und das Ruder an Dragana Prgomelja zu übergeben. Das Wochenblatt sprach mit Magdalena Baus.

Wie würden Sie ihre 25 Jahre an der Elternschule Wilhelmsburg zusammenfassen?
Es war eine supertolle Arbeit. Ich habe ganz viele tolle Menschen kennengelernt. Sowohl Eltern und Kinder, als auch Kollegen. Es war mir nie langweilig, und ich habe meine Arbeit gerne gemacht. 25 Jahre lang habe ich mit meiner Kollegin Birgit Trosien im Leitungsteam gearbeitet. Mit allem rauf und runter waren wir ein gutes Team. Wir waren richtig gut!

Was bedeutet für Sie die Arbeit an der Elternschule?
Ich lebe auch in diesem Stadtteil, und die Arbeit hat sich in vielen Stellen mit dem Privaten verwoben. Meine Kinder sind mit in die Elternschule gegangen, und oft war ich bei Veranstaltungen in Doppelfunktion - privat und als Elternschulleitung - anwesend. Ich lebe und arbeite hier. Ich liebe es, durch den Stadtteil zu gehen und die Entwicklung der Kinder zu sehen, die bei mir in der Elternschule waren, oder auf ihre Eltern zu treffen. So sehe ich das Ergebnis meiner Arbeit.

Was war das großes Highlight, dass Sie während ihrer Leitung erlebt haben?
Es gibt viele Highlights, die ich miterleben durfte. Eines davon ist, dass wir 500.000 DM für den Anbau an unsere Räumlichkeiten an der Zeidlerstraße bekommen haben. Im Zuge des Verfahrens „Drei Millionen für Wilhelmsburg“ konnten wir uns mit unserem Konzept gegenüber den anderen Teilnehmern durchsetzten und das Geld für den Anbau gewinnen.

Welche Herausforderungen mussten Sie gemeinsam mit ihrer Kollegin bewältigen?
Natürlich gab es auch viele Herausforderungen. Eine davon ist, dass wir gemerkt haben, wir müssen eigentlich noch mehr Kurse anbieten. Der Bedarf ist viel größer, doch uns fehlten die Mittel. Deshalb mussten wir immer nach neuen Quellen suchen, um weitere Gelder akquirieren zu können. Das war immer eine heftige Angelegenheit.

Wie hat sich die Elternschule in den 25 Jahren verändert?
Besonders das Ansehen der Elternschule hat sich sehr geändert. Zwar wurde sie auch vor 25 Jahren gut besucht, doch der pädagogische Auftrag wurde von vielen Kollegen nicht ernst genommen. Heute ist die Elternschule eine anerkannte Einrichtung im Stadtteil, die in Kooperation mit vielen anderen Einrichtung gute Dinge bewirkt.

Werden Sie sich weiterhin ehrenamtlich an neuen Projekten beteiligen?
Mit Sicherheit werde ich weiterhin aktiv bleiben. Zurzeit biete ich Kurse für Tagesmütter an, das werde ich auch weiterhin machen. Aber ich freue mich auch einfach darauf meinen Garten zu pflegen und viel Zeit mit meinem Enkelkind, meinen Mann und meiner Familie zu verbringen.

Elternschule
Wilhelmsburg

Zeidlerstraße 75: Programm für Eltern mit kleinen Kindern
Tel 753 46 14

Bildungszentrum Tor zur Welt, Krieterstraße 2d: Café, Treffpunkte, Kurse - auch für Eltern mit Schulkindern
Tel 428 76 41 - 50/51

Eltern-Kind-Zentrum auf der Veddel, Uffelnsweg 1: kleine Veranstaltungen
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