„Willi Villa“ aufgebrochen

Sofija Dreshaj leitet seit letztem Jahr das Café Willi Villa im Inselpark: „Wir haben nochmal Glück gehabt“, sagt sie. Foto: pr

Bezirksamt empfiehlt Alarmanlage -
aber keine Überwachungskameras

Chr. v. Savigny, Wilhelmsburg

Als Sofija Dreshaj am Gegen 10.30 Uhr die Eingangstür zu ihrem Café „Willi Villa“ im Wilhelmsburger Inselpark aufschließen will, erwartet sie eine böse Überraschung: Unbekannte haben über Nacht die Tür aufgehebelt und sind in das Gebäude eingedrungen.
Gestohlen wurden nach Polizeiangaben 150 Euro in bar aus einer unverschlossenen Geldkassette. Erheblich schwerer wiegt aus Sicht der Betreiberin der Verlust eines Gästerufsys-tems („Pager“), das die Einbrecher ebenfalls mitgehen ließen. Kostenpunkt: rund 3.000 Euro. „Ich weiß, ehrlich gesagt, gar nicht, was die damit wollen“, wundert sich Dreshaj. Insgesamt gesehen habe sie jedoch Glück gehabt: „Der Schaden hätte noch viel größer ausfallen können.“
Die „Willi Villa“ war im letzten Sommer wiedereröffnet worden, nachdem die Internationale Gartenschau (igs) sie zuletzt als Kiosk genutzt hatte. Es gibt ein kleines gastronomisches Angebot sowie zwei öffentliche Toiletten. Besonders ärgerlich für die Wilhelmsburger Gastronomenfamilie Dreshaj, die auch den Biergarten „Zum Anleger“ am Ernst-August-Kanal betreibt: Schon mehrmals sind die vor dem Café aufgestellten Gartenbänke des Nachts demoliert worden.

Es gibt noch keine
Hinweise auf die Täter

Insgesamt neun Bänke sowie einige teure Vasen gingen nach Angaben von Sofija Dreshaj zu Bruch. Darüber hatte das Wochenblatt im letzten Jahr berichtet. Der Versuch einer Gegenmaßnahme schlug fehl: „Unsere Bitte, Überwachungskameras installieren zu dürfen, wurde leider vom Bezirksamt abgelehnt“, sagt Dreshaj.
Nach Auskunft der Pressestelle im Bezirksamt Mitte sprechen Datenschutzgründe dagegen. „Aber es ist ja auch möglich, eine Alarmanlage zu installieren“, sagt Sprecherin Sorina Weiland. „Alleine dadurch werden Einbrecher in den meisten Fällen abge-schreckt.“ Um Vandalismus vorzubeugen, sind Teile des Parks seit einigen Wochen nachts verschlossen. Dies hat nach Auskunft des Bezirks nichts mit dem Einbruch zu tun.
Laut Polizei gibt es noch keine Hinweise auf den oder die Täter. Das mutmaßliche Tatwerkzeug, ein Schraubenzieher, steckte noch in einem Pflanzkübel auf der Terrasse. „Die Spurensicherung ist bei der Arbeit“, heißt es aus dem Polizeirevier 44 in der Georg-Wilhelm-Straße.
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