Wilhelmsburger Osten bleibt grün

Die „Wilhelmsburger Elbinsel“ auf dem Weg zum Landschaftsschutzgebiet: Der Entwurf liegt jetzt öffentlich aus. Grafik: pr

Der Entwurf der Landschaftsschutzverordnung liegt jetzt aus

Der Senat will im Wilhelmsburger Osten eine Fläche von rund 750 Hektar als Landschaftsschutzgebiet ausweisen. Diese Nachricht sorgte im vergangenen Jahr für große Freude bei den Naturschützern, bei anderen, die auf Wohnungsbau gehofft hatten, für lange Gesichter. Der Entwurf der Landschaftsschutzverordnung liegt jetzt öffentlich aus. Bis zum 20. Juni können Bedenken und Anregungen schriftlich vorgebracht werden.
Das geplante Schutzgebiet erstreckt sich östlich der A1 sowie auf den Bereich der sogenannten Kirchdorfer Wiesen westlich der A1 nördlich und südlich des Siedenfelder Weges. Weitere Flächen befinden sich beidseits der Straße Kornweide westlich der Autobahnschlussstelle Stillhorn.
Über die Kirchdorfer Wiesen wird bereits seit den 90er Jahren diskutiert. Damals hatte sich eine „Initiative für den Erhalt der Kirchdorfer Feuchtwiesen“ gebildet. Jahre später, als im Rahmen der Internationalen Bauausstellung erwogen wurde, dort 320 Wohneinheiten für junge Familien zu errichten, sammelte die Initiative rund 800 Unterschriften gegen die Pläne. Jetzt steht also fest: Die Kirchdorfer Wiesen bleiben so (grün), wie sie sind.
Mit dem Landschaftsschutzgebiet namens „Wilhelmsburger Elbinsel“ sollen nun die noch großräumig zusammenhängenden landwirtschaftlich als Grünland, Acker- und Gartenbauland genutzten Flächen im Osten der Elbinsel unter Schutz gestellt werden. Es handelt sich um eine der ältes-ten Kulturlandschaften Deutschlands mit einer besonders hohen Bedeutung für den Naturschutz, das Landschaftsbild und die Erholung. „Das Gebiet soll mit der Unterschutzstellung vor einer übermäßigen strukturellen Veränderung durch Bebauung, landwirtschaftsfremde Nutzungen sowie besonders störende Freizeitnutzungen bewahrt werden“, erklärt Kerstin Graupner, Sprecherin der Umweltbehörde. Damit trage das Schutzgebiet insgesamt zum Erhalt des grünen Charakters Wilhelmsburgs bei. Die städtebauliche Entwicklung soll hingegen vor allem in der Mitte der Elbinsel im Bereich der vorhandenen Bebauung stattfinden.

Hier liegen die Pläne:
Rathaus Wilhelmsburg, Zimmer 111, Mengestraße 19; montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr;
Behörde für Stadtentwick-lung und Umwelt, Stadthausbrücke 8, Zimmer E 19; montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr;
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Klosterwall 8, Raum 103, zu den üblichen Öffnungszeiten
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