Wilhelmsburger gründen Sportinsel

Cordula Radtke, Vorsitzende des 1. Frauen Fußball Clubs Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg, und Marvin Willoughby, Vorsitzender des Vereins Sport ohne Grenzen, freuen sich über die neuen Genossenschaft, zu der unter anderem auch Bäderland, die Betreiber der Kletterhalle und des Hochseilgartens im Iselpark und das Wälderhaus gehören.

Neue Genossenschaft soll alle Sportangebote im Inselpark unter einem Dach verwalten und entwickeln

Sie wollen dafür sorgen, dass der neue Wilhelmsburger Inselpark ein einzigartiges Sport- und Freizeitangebot bekommt: Zwölf örtliche Sportvereine, Institutionen und Firmen haben die ParkSport Genossenschaft „Sportinsel“ gegründet.
• Welches Ziel verfolgt die Sportinsel?
Die neue Genossenschaft soll eine Organisationsplattform sein und die Zusammenarbeit der vielen Sportakteure fördern. Dabei kann sich jedes Mitglied einbringen, behält aber seine Eigenständigkeit. „In Wilhelmsburg gibt es sehr viele kleine Sportvereine. Aber es fehlte eigentlich immer die Zusammenarbeit. Jetzt haben wir die große Chance unsere Kräfte zu bündeln und neue Ideen zu entwickeln“, sagt Cordula Radtke, Vorsitzende des 1. Frauen Fußball Clubs Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg. Und Marvin Willoughby, Vorsitzender des Vereins Sport ohne Grenzen, ergänzt: „Es lohnt sich, im Team zu arbeiten! Wir wollen Synergien nutzen und von unseren Partnern und Nachbarn profitieren, um einen großartigen Ort zu schaffen.“ Die Fäden sollen in einem Sportinsel-Büro in der InselAkademie zusammenlaufen, auch ein gemeinsamer Internet-Auftritt ist geplant.
• Welche Sportangebote gibt es schon, was ist noch geplant?
Sportbegeisterten stehen im Inselpark ein Schwimmbad, eine Kletterhalle, ein Hochseilgarten, eine Skate-Arena, ein Bouleplatz, eine Laufstrecke und eine Kanustrecke zur Verfügung. Die Mitglieder der neuen Genossenschaft wollen ein gemeinsames Konzept für weitere Sportangebote in der Grünanlage entwi-ckeln und zum Beispiel Lauftreffs und andere Kurse organisieren.
• Wie wird ihre Arbeit finanziert? Gibt es öffentliche Förderung?
Nein, vom Bezirksamt Hamburg Mitte, das zum Jahresanfang die Verwaltung des Inselparks übernommen hat, gibt es kein Geld. Alle Genossenschaftsmitglieder investieren ihre Arbeitszeit. Zudem zahlt jedes Mitglied einen Genossenschaftsanteil von 100 Euro.
• Ist die Sportinsel für neue Mitglieder offen?
Ja. Neue Mitglieder, die sich einbringen möchten, sind ausdrücklich erschünscht. Cordula Radtke wünscht sich besonders, dass eine Organisationen beitritt, die sich im Bereich Behindertensport engagiert.



Bleibt der Park nachts geschlossen?

Die Debatte um den Inselpark-Zaun geht weiter. Das Bezirksamt hält an der geplanten und von vielen Wilhelmsburgern kritisierten nächtlichen Schließung fest. Nach letzten Planungen könnte der Eintritt zum Park Besuchern zwischen 24 und 5 Uhr verwehrt werden. Diese Schließungszeit schlug Bezirksamtsleiter Andy Grote zuletzt im Stadtteilbeirat vor. Ursprünglich sollte der Park noch zwei Stunden länger geschlossen werden. Mit der Schließung will man Vandalismus vorbeugen. So wurde unter anderem die Flutlichtanlage im Spatepark und an der Multisportanlage von Vandalen zerstört und muss erneuert werden. Das Bezirksamt plant zudem neue Zäune und Tore zu bauen, damit der Park auch nachts von Norden nach Süden und von Ost nach West durchquert werden kann, während Sportanlagen und besondere Themengärten weiter geschützt bleiben.
Die nächtliche Schließung der öffentlichen Grünanlage ist am Dienstag, 6. Mai, Thema im Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel. Das Gremium tagt ab 18.30 Uhr im vierten Stock des Rathauses Wilhelmsburg, Mengestraße 19. Die Sitzung ist öffentlich.
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