Wilhelmsburg hat eine Kunstrampe

Die „Kunstrampe“ wurde – mit viel Geschick und einigem Fachwissen – aus Sperr- und Altholz zusammengezimmert. Foto: cvs

„KuRaZi“: Selbstgebaute Skateranlage bei den Zinnwerken

Von Ch.v.Savigny, Wilhelmsburg

Ein Sportgerät, das gleichzeitig Kunst ist: Auf dem Gelände der Zinnwerke (Am Veringhof) hat eine Gruppe von Wilhelmsburger Bastlern eine aus Alt- und Sperrholz zusammengesetzte Skateanlage gebaut. Anschließend wurde die „KuRaZi“ („KunstRampeZinnwerke“) von örtlichen Künstlern fantasievoll bemalt und bunt angesprayt. Die 40 Quadratmeter große und 1,20 Meter hohe Anlage kann während der Öffnungszeiten der Zinnwerke – werktags und oft auch am Wochenende – auf eigene Gefahr genutzt werden.
Die für den Bau verantwortliche Gruppe nennt sich „Girls-skate“. Vom Quartiersbeirat gab es 750 Euro Fördergeld für das ungewöhnliche Projekt. „Wir kennen viele Leute, die gerne skaten und hatten Lust, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, berichtet „Girlsskate“-Mitglied Ulrike über die Idee für die „KuRaZi“. Rund 20 Leute haben beim Werkeln geholfen, nach zwei bis drei Monaten war die Arbeit beendet.
Bei der Tragekonstruktion kamen Europaletten zum Einsatz. Auch ein Teil einer – bereits gebrauchten – Skaterampe wurde eingebaut. „Über den Schweiß und die Beteiligung auf freiwilliger Ebene sind wir sehr glücklich. Das hat gezeigt, dass die Leute hier bereit sind für die Skateboardszene in Hamburg mitzugestalten“, sagt Jonas, ein weitere Akteur. Noch nicht ganz geklärt ist offenbar, ob der Vermieter – die Sprinkenhof AG und die Hamburg Kreativ Gesellschaft – die „KuRaZi“ auf Dauer tolerieren wird. „Wir hoffen aber, längerfristig planen zu können und eine Rampe aus Beton zu bauen. Das geht im Endeffekt schneller, ist unkomplizierter und hält länger“, erklärt Jonas.
Zur Förderung durch den Quartiersbeirat sagt Michael Schöndienst vom betreuenden Büro „plankontor“: „Gefördert werden könnten Projekte, die dem Quartier zugute kommen und die das Stadtteilleben bereichern.“ Insbesondere Projekte, die nachbarschaftliche Kontakte stärken, Selbsthilfe, Eigenverantwortung und Begegnungen fördern und Netzwerke stärken. „Um eine Förderung zu erhalten, ist es notwendig, dass die Antragssteller ihr Anliegen im Quartiersbeirat persönlich vorstellen und erläutern“, so Schöndienst.
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