Wilhelmsburg: Beteiligungsverfahren zur A26 - was passiert mit den Ergebnissen aus dem Bürger*innegutachten?

Wann? 11.12.2017 18:30 Uhr

Wo? Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, 21107 Hamburg DE
Perspektiven im Bürgerhaus (Foto: Jo Larsson)
Hamburg: Bürgerhaus Wilhelmsburg | Was passiert mit den Ergebnissen aus dem Bürger*innengutachten zur A26 in Wilhelmsburg? Bewohner*innen der Elbinseln haben mit Unterstützung durch Perspektiven! ein Bürger*innengutachten zur A26 in Wilhelmsburg erstellt und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation übergeben. Jetzt stellt die Behörde vor, wie es mit den Planungen für diesen Autobahnabschnitt weitergeht und dabei die Ergebnisse des Bürger*innengutachtens berücksichtigt werden.

Wie wird mit den Ergebnissen aus dem Bürger*innengutachten weiter verfahren?

Ziel des Beteiligungsverfahrens von Perspektiven! war es, im Rahmen der voranschreitenden Planungen die Möglichkeiten zu schaffen, ein noch möglichst weites Feld an Themen zu diskutieren, die den Menschen auf den Elbinseln in Zusammenhang mit den A26-Plänen wichtig sind. Bürger*innen haben dadurch eine Vielzahl von Themen bearbeitet und konkrete Vorschläge und Forderungen formuliert: Dazu gehört die zentrale Forderung nach einer Verlängerung des Tunnels vom Finkenriek bis nach Stillhorn. Ebenso haben Bürger*innen eine Anschlussstelle in Verlängerung des Pollhorn Wegs eingebracht - als Alternative zu den kritisch gesehenen Anschlussstellen an der Otto-Brenner-Straße oder in Stillhorn.

Durch die vielfältige Beschäftigung mit den vorliegenden Plänen konnten darüber hinaus weitere wichtige Themen im Zusammenhang mit der A26-Planung diskutiert und Lösungsansätze formuliert werden: zum Beispiel zu Möglichkeiten einer künftigen städtebaulichen Entwicklung des Wilhelmsburger Südens, zur Planung vom Radverkehr und zum Umgang mit Naturräumen auf den Elbinseln.

Alltagsexpertise und Planungsressourcen kamen zusammen

“Viele Menschen Im Stadtteil kritisieren die Entscheidung, die A26 im Süden Wilhelmsburgs zu bauen. Damit verbunden sind große Sorgen. Als die Entscheidung für die Planung der Autobahn im Süden von Wilhelmsburg gefallen ist, hat die Bürgerbeteiligung noch nicht die Möglichkeiten aufgemacht, für die sich Perspektiven! heute mit seinen Beteiligungsverfahren auf den Elbinseln einsetzt. Gerade deshalb war es Perspektiven! wichtig, einen Prozess zu schaffen, der die Planungen transparent macht und es den Menschen vor Ort ermöglicht, sich gut informiert einzumischen, um die laufenden Planungen größtmöglich mitzugestalten.

Im Perspektiven!-Verfahren wurden die Befürchtungen und Ängste zu Planungsfragen. Kritik, Forderungen und Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern konnten z. B. in mehreren Workshops gemeinsam direkt an den Plänen, Modellen und Berechnungen mit Fachleuten wie Ingenieuren, Verkehrsexperten, Lärmgutachtern angesprochen und diskutiert werden. Vorschläge und Hinweise wurden bestmöglich schon im laufenden Prozess geprüft und z. B. mit Verkehrsprognosen belegt. Das Planungsteams, Fachleute und Bürger*innen sich auf diese Weise in der gemeinsamen Diskussion begegnen ist eine Besonderheit. Bürgerinnen und Bürger haben ihre Alltagsexpertise bereitgestellt, Fachleute ihre Planungsressourcen. Herausgekommen ist ein vielfältiges Bürger*innengutachten mit guten Argumentationen – Perspektiven! ist jetzt weiter mit dabei und achtet darauf, wie mit den Ergebnissen daraus gearbeitet wird. .” So Sören Schäfer, Projektleitung Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln.

Zum Verfahren

Das Perspektiven!-Beteiligungsverfahren zur A26 in Wilhelmsburg läuft seit Februar. Auf der Basis von Stadtteilgesprächen, Aktionen vor Ort, Onlinebeteiligung und Workshops haben Bürger*innen Anmerkungen, Vorschläge und Forderungen zu den A26-Planungen entwickelt. Daraus ist ein Bürger*innengutachten entstanden, das am 4. Oktober der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation von Mitgliedern der Perspektiven!-Redaktionsgruppe, die an dem Gutachten mitgearbeitet haben, übergeben und vorgestellt wurde.

„Mit großem Interesse habe ich das Bürgergutachten entgegen genommen und studiert. Bei vielen Bauprojekten in Hamburg hat sich bereits gezeigt, wie wertvoll der Dialog zwischen allen Beteiligten ist. Ich bin mir sicher, dass auch die Planung für die A26 in Wilhelmsburg eine gute Lösung im Sinne des Gemeinwohls bringen wird. Hamburg wird nun im Auftrag des Bundes die Ergebnisse des Bürgergutachtens auf ihre Machbarkeit prüfen und mit weiteren Interessen abgleichen und abwägen.“, würdigt Staatsrat Andreas Rieckhof das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Pressekontakt: Steph Klinkenborg 0178/5181099, office@klinkenborg.com office@klinkenborg.com

Weitere Informationen und Fotos finden Sie in unserem Pressekit unter http://buewi.de/presse/materialien-zu-den-projekte...; Copyright der Fotos liegt bei Jo Larsson. Mit der Bitte um Nennung.

Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln:
Sören Schäfer - Bürgerhaus Wilhelmsburg - Tel: 040/75 20 17 – 18 soerenschaefer@buewi.de
http://www.perspektiven-elbinseln.de, Facebook: Perspektiven Elbinseln
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