„Wilde 13“ bald im Kino

Wilhelmsburger drehen einen Doku-Film über die Metrobusline 13

Wilhelmsburger drehen einen Doku-Film über die Metrobusline 13

von Ch. v. Savigny

Startpunkt Veddel, Endhaltestelle Kirchdorf-Süd: Die Metrobusline 13 ist die bekannteste und meist frequentierte Busverbindung in Wilhelmsburg. Innerhalb von 30 Minuten durchquert das HVV-Gefährt in einem großen Bogen fast die gesamte Elbinsel. Die Macher des Wilhelmsburger Kult-TV-Formats „Konspirative Küchenkonzerte“ wollen ihrem Lieblingsbus jetzt ein Denkmal setzen.
Drei Monate lang haben Kers-tin Schaefer (Regie), Marco Antonio Reyes Loredo (Produktion) und ihr Team wohl etliche hundert Male die Strecke abgefahren, haben Fahrgäste interviewt und viele interessante Szenen eingefangen. Der Film „Die wilde 13“ (Arbeitstitel) soll Mitte 2013 in Hamburger Kinos anlaufen.
Wilhelmsburg ist im Umbruch: Viele neue Gebäude sind in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen, demnächst öffnen Gartenschau und Bauausstellung ihre Tore und bringen Tausende von Besuchern auf die Elbinsel. Ein guter Zeitpunkt für ein Stadtteilporträt, findet Reyes Loredo. „Wenn wir einen Film über Wilhelmsburg machen wollen, müssen wir ihn jetzt machen. Später hat man vieles vergessen.“
Unterwegs mit dem HVV treffen die Filmemacher auf ungewöhnliche Charaktere und fangen schräge Szenen ein: Ein Fahrgast, der sich „Käpt'n“ nennt, fährt jede Nacht seinen Hund „spazieren“, Busfahrer „Kofi“ bedankt sich bei jedem Fahrgast einzeln für die Mitfahrt, ein paar Jugendliche machen akrobatische Tricks zwischen Haltestangen. Damit es bildtechnisch ein bisschen rasanter wird, haben Reyes Loredo und sein Team die Kamera auch mal aufs Dach, an die Fahrzeugseiten, ans Lenkrad oder sogar an die Räder des Busses montiert. Aufnahmen aus der Vogelperspektive oder im Zeitraffer sorgen für zusätzliche optische Schmankerl.
Rund 70 bis 90 Stunden Rohmaterial sind so entstanden, die jetzt auf 60 bis 70 Minuten zusammengeschnitten werden müssen. Einen Teil der Produktionskosten übernimmt die Filmförderung Hamburg, die restlichen 3.000 Euro sollen über das sogenannte „Crowd-Funding“ zusammenkommen. Zu gewinnen gibt’s unter anderem Freikarten für eine Rundfahrt mit dem Team der „Wilden 13“ oder eine Namensnennung im Filmabspann. Infos:www.nordstarter. org/die-wilde-13
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