Wie steht es mit der Sicherheit und Hilfestellung auf der IGS?

allgemeine Freude, über Hummel Hummel, Zitronenjette
Am 18.7.2013 unternahmen wir mit Senioren aus einem Seniorenzentrum aus Tornesch einen Ausflug mit einem Reisebus zur IGS. Alles war gut geplant, das Wetter spielte mit, es hat gefallen. Leider fand sich eine Seniorin nicht zur verabredeten Zeit am Bus am Haupteingang zur Rückfahrt ein. Da Sie allein mit ihrem Rollator unterwegs war machten wir uns Sorgen, ob sie eventuell die Rundtour mit der Bahn gemacht hat, da wurde sie zuletzt gesehen, und falsch ausgestiegen ist. An einem Kassenhäuschen schilderten wir das Problem, gleichzeitig mit der Frage, ob nicht mal an den anderen Ausgängen angerufen werden könne, da eine einzelne Seniorin, mit Rollator, schon auffallen müsste. Zu unserem Erstaunen wurde uns mitgeteilt, das geht nicht, weil in den Kassenhäuschen oder an den verschiedenen Eingängen gar nicht die Möglichkeit bestehe miteinander zu kommunizieren. Auf die Frage, wie nun weiter wurde uns gesagt, das sei ein sehr schwieriges Problem, weil das Gelände sehr groß ist und man da eigentlich schlecht jemanden wiederfinden kann. Aha! Das nächste Problem bestand darin, das wir die IGS ja schon verlassen hatten und wir ohne neue Karte ja keinen Zutritt mehr erhalten, auch nicht zum Suchen. Ich ging dann mit einer Kollegin zum Haupteingang, zur Security und schilderte das Problem erneut. Auch dort gab es kein Funkgerät, um mit den anderen Ausgängen in Kontakt zu treten. Wir wurden dann aber, mit Begleitschutz, weil ohne neue Eintrittskarte, zum Container der Polizei gebracht. Hier wurden wir erstmal belehrt, das man das ja wohl nicht macht, ohne sich zu verabreden, Zeitpunkt, Treffpunkt, Leute allein auf der IGS laufen zu lassen. Aha, deshalb saßen auch alle 42 anderen Senioren pünktlich im Bus um die Rückfahrt anzutreten. Die nächste Frage war, warum wir sie nicht anrufen, bzw., warum sie ( 80 Jahre!), kein Handy mit sich führt. Auf unsere Frage hin, ob die Polizei sie vielleicht ausrufen lassen könnte (nein, das ist auf dem gesamten IGS- Gelände nicht möglich) oder ob die Polizei mal bei den anderen Toren nachfragen kann wurde gesagt auch das ist nicht möglich, weil es keine Verbindung untereinander gibt. Ein Polizist bot uns dann aber an mit der Bahn jede Haltestelle im Park abzufahren, an jedem Punkt auszusteigen und nach ihr zu schauen. Das hat er dann auch tatsächlich gemacht, wir sollten dann später bei der Polizeistation nachfragen. Wir haben dann selber noch ein wenig Ausschau gehalten und bekamen dann nach ca. 30 min von unseren Kollegen im Reisebus per Handy die Nachricht, das die Senioren wieder da ist. Tatsächlich war sie falsch ausgestiegen und hatte durch den Westausgang den Park verlassen. Als sie ihr Versehen bemerkte bekam sie keinen Zutritt mehr, weil sie ja den Park bereits verlassen hatte. Glücklicherweise gab es einen hilfsbereiten Wilhelmsburger, der ihre Not erkannte und ihr genau erklärte, mit welchem HVV-Bus sie wieviel Stationen fahren muss um zum Haupteingang zu gelangen. Dieses Erlebnis hat uns im Nachhinein noch sehr beschäftigt. Ich frage mich, was ist, wenn mal ein Kind verschwindet, sich verläuft und vielleicht nicht klar sagen kann wo es eigentlich hin will? Wie bzw. mit welchen Hilfsmitteln wird dann gesucht, wenn es scheinbar noch nicht einmal Funkgeräte gibt?
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
269
Lothar Jakob aus Wilhelmsburg | 23.07.2013 | 11:06  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.