Wie giftig ist die Luft?

Nach Angaben der Umweltbehörde wurden in der Harburger Chaussee östlich der Schlenzigstraße an zwei Tagen im Oktober 2013 19.500 Fahrzeuge in 24 Stunden gezählt – darunter 4.400 Lkw oder Busse. Wie stark ihre Abgase die Luft in der Straße belasten, wird ab September gemessen.

Umweltbehörde will ab September ein Jahr lang die Schadstoffbelastung in der Harburger Chaussee messen

Wie belastet ist die Luft in der Harburger Chaussee? Um eine genaue Antwort auf diese Frage zu bekommen, will die Umweltbehörde auf einen Antrag der Bezirksversammlung Hamburg Mitte Messungen in der stark von Lkw befahrenen Straße vornehmen. Im September werde man hier Passivsammler aufstellen, teilt die Behörde mit.
Die mobilen Messgeräte sollen etwa ein Jahr lang vor Ort dokumentieren, wie hoch die Belastung mit Schadstoffen ist. Eine feste Luftmessstation, wie sie die Bezirkspolitiker ursprünglich gefordert hatten, werde man aus Kostengründen aber nicht aufstellen, erklärt die Sprecherin der Umweltbehörde Kerstin Graupner. „Passivsammler liefern vergleichbar gute Werte und sind eine sehr gute und kostengünstige Alternative“, sagt Graupner. Luftmessstationen gibt es bereits an 18 Standorten in Hamburg. Sie aufzustellen koste zwischen 120.000 und 140.000 Euro, so die Sprecherin.
Auch der Stadtteilbeirat Veddel hatte die Messung der aktuelle Schadstoffbelastung in der Harburger Chaussee gefordert. Beiratsmitglied und Veddeler SPD-Abgeordneter Klaus Lübke begrüßt das grüne Licht der Behörde. Lübke: „Mit aktuellen Messdaten bekommen wir Argumente für die notwendigen Verbesserungen an die Hand.“ Denn schon im November hatten Vertreter der Umweltbehörde im Stadtteilbeirat davon berichtet, dass bei Messungen mit Passivsammlern zwischen September 2011 und August 2012 in der Harburger Chaussee, Höhe Hausnummer 77, eine durchschnittliche Stickstoffdioxid-Belastung von 56 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ermittelt wurde. Damit wird der Jahresmittel-Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft dauerhaft überschritten. Für die Gesundheit der Anwohner ist das Gas, das besonders für die Atemwege schädlich ist, eine Gefahr. Lübke geht davon aus, dass die Belas-tung und damit auch die Gesundheitsgefahr nach der Aufhebung des Freihafens im Januar 2013 noch gestiegen sind, weil nun noch mehr Lkw diese Route in den Hafen wählen. Stickstoffdioxid entsteht hauptsächlich durch Abgase von Autos.
Auf der Veddel gibt es bereits eine feste Luftmessstation. Die in der Straße Am Zollhafen gemessenen Werte liegen laut Behörde unterhalb der zulässigen Grenzwerte.
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1 Kommentar
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piet brett aus Veddel | 04.07.2014 | 11:42  
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