Wer will mitmischen?

Marina Lindemann engagiert sich seit 2006 im Sanierungsbeirat für ihren Stadtteil.

Bewohner des Reiherstiegviertels für Sanierungsbeirat gesucht

Seit 2006 begleitet der Sanierungsbeirat S 5 die Entwicklung des südlichen Reiherstiegviertels. In dem Gremium sitzen insgesamt 17 Personen – darunter Bewohner, Grundstückseigentümer, Gewerbetreibende, Vertreter von Institutionen und Lokalpolitiker. Die Ehrenamtlichen prüfen im Gebiet anstehende Sanierungen und geben Empfehlungen an die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte ab. Im Beirat ist zurzeit ein Platz frei: Weil eine Bewohnervertreterin weggezogen ist, können sich Interessierte noch bis zum 24. Februar um ihr Mandat bewerben. Zusätzlich werden noch drei engagierte Bewohner des südlichen Reiherstiegviertels gesucht, um Stellvertreterplätze zu besetzen (siehe Kasten).
Marina Lindemann ist seit Anfang an dabei. „Ich möchte wissen, was vor meiner Tür passiert, und ich möchte Mitspracherecht haben“, sagt die 37-Jährige. Als ehrenamtliche Vorsitzende des Sanierungsbeirats bereitet sie gemeinsam mit Arno Siebert vom Sanierungsbüro in der Veringstraße die monatlichen Sitzungen vor und moderiert sie. Das sei ziemlich viel Arbeit, erzählt Lindemann, die seit neun Jahren mit ihrer Familie im Reiherstiegviertel lebt. „Aber ich bin dabei geblieben, weil man etwas erreichen kann“, sagt sie.
Dazu gehört zum Beispiel die Umgestaltung der Mannesallee. Eigentlich hatte der Bezirk aus Geldmangel nicht mehr vor, die Fußgängerwege zu den Veringhöfen zu sanieren. Nach einer Empfehlung des Beirats, die unübersichtliche Situation mit parkenden Autos und Bäumen zu ändern, fanden sich doch noch Mittel, und im Herbst 2013 wurde der Fußweg erneuert. Auch die Bänke und Fahrradständer auf dem Platz vor dem Torbogen stellte man auf Initiative des Beirats auf. „Wir sind vor Ort und wissen, was gebraucht wird“, sagt Lindemann.
Neben der Prüfung aller Sanierungsvorhaben im Bereich westlich der Georg-Wilhelm-Straße, nördlich der Neuhöfer Straße, östlich der Industriestraße und südlich des Vogelhüttendeichs, ist es Aufgabe des Beirat, über die Vergabe von Mitteln aus dem Verfügungsfonds zu entscheiden. Jedes Jahr stehen 10.000 Euro für Projekte zur Verfügung, die das Zusammenleben im Stadtteil fördern. Wer zum Beispiel ein Nachbarschaftsfest organisieren möchte, kann sich beim Beirat um Förderung bewerben – allerdings werden die Projekte nur zu Hälfte finanziert, das restliche Geld muss der Antragsteller selbst aufbringen.


Info: Sanierungsbeirat
Der Beirat trifft sich zehn Mal im Jahr, jeweils am letzten Donnerstag im Monat um 18 Uhr in der AWO-Seniorentagesstätte, Rotenhäuser Wettern 5. Alle Sitzungen sind öffentlich. Wer Lust hat mitzuarbeiten, kann sich bis Montag, 24. Februar, persönlich im Sanierungsbüro bei Arno Siebert von der Gesellschaft für Stadtentwicklung in der Veringstraße 57 melden, unter Tel. 53 33 30 75 anrufen oder eine E-Mail an siebert@gfs-bremen.de schreiben. Bei der nächsten Sitzung am 27. Februar werden die Kandidaten per Losverfahren bestimmt.
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