Wer erinnert sich an unsere Schule?

Tanja Schröder zeigt Nico (9) und Larissa (8) wie sie Bilder alter Urkunden beschriften. Ihr macht es viel Spaß, die Geschichte der ehemaligen Sprachheilschule, heute ReBBZ, zu erforschen, die sie schon seit vielen Jahren kennt. „Ich bin mit der Schule verwachsen“, sagt Schröder.

Ehemalige Schüler und Lehrer der Wilhelmsburger Sprachheilschule für Chronik-Projekt gesucht

Kristin (10) und Chiara (9) schauen konzentriert auf den Laptop-Bildschirm. Die beiden Schülerinnen sichten Fotos einer Schulfeier. „Das war die Abschiedsfeier am Kurdamm“, erinnert sich Kristin und fügt sehnsüchtig hinzu: „Die Feiern waren immer klasse.“ Im April 2013 zog die Sprachheilschule vom Kurdamm in den neu errichteten Komplex „Tor zur Welt“. Hier hat sie nach vielen Umzügen seit ihrer Eröffnung 1963 ein permanentes Zuhause gefunden und einen neuen Namen erhalten: Regionales Bildungs- und Beratungszentrum Wilhelmsburg, kurz ReBBZ. Die bewegte Geschichte ihrer Schule will nun ein Schüler-Team in einer Chronik festhalten und sucht dafür Ehemalige.
Die Mädchen und Jungen sitzen seit einem Jahr jede Woche im Rahmen des Nachmittagsunterrichts zusammen und durchforsten alte Dokumente, führen Interviews per Telefon und schreiben Texte. „Wir haben Lehrer gefragt, was sie noch von unserer Schule wissen“, erzählt Chiara. Auch Vor-Ort-Besuche der alten Schulgebäude standen auf dem Programm.
Tanja Schröder hat das Projekt ins Leben gerufen und leitet den Kurs. „Ursprünglich wollte ich ein kleines Erinnerungsbuch machen, weil die Kinder so traurig waren wegen des Umzugs vom Kurdamm“, erzählt die Wilhelmsburgerin, deren Kinder auch das ReBBZ besuchen. Das Projekt wuchs schnell und Schröder verbrachte viele Stunden in Archiven, um mehr Informationen über die Schule zu finden.
Parallel suchte sie ehemalige Schüler und Lehrer, die persönliche Geschichten von früher erzählen könnten – keine einfache Aufgabe, wie sie schnell feststellte. Denn nicht viele Wilhelmsburger würden zugeben wollen, dass sie die Schule für Kinder mit Förderbedarf im Bereich Lernen und Sprache besucht haben. „Vielleicht haben einige Angst, dass sie einen Stempel aufgedrückt bekommen“, vermutet die 42-Jährige. Sie hofft trotzdem, dass sich Ehemalige melden, um die vielen Lücken der Chronik mit ihren Erinnerungen und Fotos zu füllen. Besonders wenig ist aus der Anfangszeit der Schule bekannt, die 1963 in der Bonifatiusstraße untergebracht war und 1966 in die Rahmwerder Straße umzog. Ehemalige können sich mit Tanja Schröder per E-Mail an pillkaller@aol.com in Verbindung setzen.
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