Weltquartier ausgezeichnet

Saga erhält renommierten Deutschen Bauherrenpreis

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Saga/GWG wurde mit dem Deutschen Bauherrenpreis für das IBA-Projekt Weltquartier ausgezeichnet. Die Modernisierung der Backsteinsiedlung aus den 1930er Jahren im Bereich Weimarer Straße und Veringstraße hat mehr als 38 Millionen Euro gekostet – gut angelegtes Geld: „Abriss und Neubau wären wahrscheinlich die einfachere Lösung im Rahmen einer Bauausstellung gewesen“, befand die Jury des BDA (Bund Deutscher Architekten).
Die Siedlung im südlichen Reiherstiegviertel war trotz der in die Jahre gekommenen Wohnungen mit ihren unzeitgemäßen Grundrissen sehr beliebt. Vor dem Umbau wohnten hier rund 1.700 Bewohner aus über 30 Herkunftsländern. Der anstehende Umbau sollte die verschiedenen Bedürfnissen der multikulturellen Nachbarschaft berücksichtigen, weshalb ein besonderes Beteiligungsverfahren in Gang gesetzt wurde: Im Auftrag von IBA und Saga/GWG wurden die Bewohner an der Haustür durch sogenannte „Heimatforscher“ befragt. Studenten, die mehrere Fremdsprachen beherrschten, befragten die Menschen vor Ort zu ihrer Wohnsituation und zu ihrer Vorstellung von Heimat. So konnten kulturspezifische Wünsche für den Umbau der Siedlung in Erfahrung gebracht und auch umgesetzt werden.
Diese Begleitung der Planung sei ein besonderer Ansatz, „das Engagement des Bauherrn gehe weit über das eingereichte Projekt hinaus und verdiene ebensoviel Anerkennung“, lobte die Jury.
Die gute Nachricht: Da die Stadt das Bauvorhaben finanziell fördert, bleiben die Mieten stabil – trotz umfangreicher Modernisierung. Der Unterschied zwischen der bisherigen und der künftigen Warmmiete beträgt im Schnitt nur 13 Cent pro Quadratmeter.
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