Weit und breit kein Café

Waltraud Stachowiak vermisst ein nettes Café im Bahnhofsviertel. Foto: pit

Berta-Kröger-Platz: Kaum noch Einkehrmöglichkeiten vorhanden

Einkaufen in Wilhelmsburgs Mitte macht zurzeit gar keinen Spaß, der Berta-Kröger-Platz gleicht einer riesigen Baustelle. Doch nicht nur die fehlenden Läden sorgen für trübe Stimmung, es fehlt auch an Einkehrmöglichkeiten. Wer nach dem Shoppen noch nett einen Kaffee trinken möchte, hat schlechte Karten. „Seit das Eiscafé Venezia geschlossen hat, gibt es weit und breit kein Café mehr“, so Waltraud Stachowiak.
Die Wilhelmsburgerin singt im Chor der „Inseldeerns“ und spricht aus, was viele ihrer Chorkolleginnen denken: „Wir haben es verdient, dass man hier irgendwo nett sitzen kann, doch für uns gibt es gar nichts mehr.“ Regelmäßig zwei mal in der Woche hatten sich die Chorfrauen im „Venezia“ getroffen, zum gemütlichenKlönschnack bei Kaffee und Kuchen. Notgedrungen treffen sich die Sängerinnen jetzt beim Bäcker im Eingangsbereich des Marktkauf-Centers, da gibts Tische und Stühle, aber keine Bedienung. Man holt sich den Kaffee vom Tresen.
„Letztens waren die Tabletts dermaßen kaputt, da habe ich mich beim Chef beschwert“, erzählt sie. Der habe zwar sehr freundlich reagiert und versprochen, sofort neue zu bestellen. „Aber ein Selbstbedienungs-Lokal ist trotzdem kein Ersatz für ein nettes Café mit freundlicher Bedienung!“, so Stachowiak.
Die Inseldeerns hoffen nun darauf, dass – wenn der Berta-Kröger-Platz im nächsten Jahr fertig saniert ist – auch ein neues Café eröffnen wird. Bis dahin ist weiter Selbstbedienung angesagt.
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Tanja Schröder aus Wilhelmsburg | 13.03.2012 | 15:51  
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