Wegwerfen? Denkste!

Alex Uschakov (M.), Pastor beim "Wilhelmsburgprojekt“, Melanie Stello, Leiterin des „Westends“ und "Westend"-Mitarbeiter Tönnies Bündert haben das Repair-Café ins Leben gerufen. (Foto: Ch. v. Savigny)

Termin vormerken: Am 19. September öffnet im Westend ein Repair-Café

von Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg

Der Toaster ist kaputt! Das Bügeleisen hat einen Wackelkontakt? Kein Problem: Lässt sich alles reparieren! Am Freitag, 19. September, um 16 Uhr geht der Nachbarschaftstreff „Westend“, Vogelhüttendeich 17, mit dem ersten Wilhelmsburger „Repair-Café“ an den Start.
„Wegwerfen? Denkste!“ lautet das Motto, das sich Westend-Leiterin Melanie Stello gemeinsam mit den Initiatoren von der freikirchlichen Gemeinde „Wilhelmsburgprojekt“ – darunter Heino Tiedemann, der vor Ort kaputte Elektrogeräte reparieren wird – ausgedacht hat. „Es wird viel zu viel weggeschmissen, was eigentlich noch gut zu gebrauchen ist“, sagt Stello. Einmal pro Monat sollen die Treffen künftig stattfinden – je nach Interesse. Die Teilnahme ist gratis, lediglich für Ersatzteile muss man gegebenenfalls selbst sorgen. Spenden werden gerne entgegengenommen.
Die Idee des Repair-Cafés stammt aus den Niederlanden. Auch in Hamburg haben sich in den letzten Jahren etliche Selbsthilfewerkstätten gegründet, in denen jedermann seine defekten Haushaltsgegenstände, Elektro-Kleingeräte und Fahrräder unter fachkundiger Mithilfe reparieren kann. Das Westend stellt seinen Besuchern jeweils zwei oder drei Experten mit Berufserfahrung im Bereich Elektrotechnik und Fahrradmechanik zur Seite. Zum Start des Projekts gab der Sanierungsbeirat rund 350 Euro für neues Werkzeug dazu. Teuerster Posten auf der Liste ist ein Montageständer für reparaturbedürftige Drahtesel. Wichtig: Ein Repair-Café ist keine Reparaturwerkstatt! Wer etwas in Ordnung gebracht haben möchte, sollte bereit sein, selbst mit Hand anzulegen. Und: Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, am Ende mit heilem Gerät wieder nach Hause gehen zu können.
Für Stello bietet das Repair-Café auch eine Chance, den nicht besonders gut besuchten Nachmittagstreff wieder aufleben zu lassen. Dreimal pro Woche, mittwochs bis freitags von 16 bis 19 Uhr, hat das Café geöffnet – doch das Interesse war in letzter Zeit eher mäßig. „Ich glaube, die Leute brauchen einen Anlass, um sich zum Gespräch zu treffen“, so Stello.
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