Warum gibt es Deiche?

Michael Schaper (LSBG) demonstriert die Funktionsweise der QR-Codes mit seinem Tabletcomputer. Foto: CVS

„QR-Codes“ auf neuen Schildern sollen für das Thema sensibilisieren -
die nächste Sturmflut kommt bestimmt

Von Christopher v. Savigny.
Ein kleines, quadratisches Emblem mit schwarzweißem Muster hilft dabei, die Wilhelmsburger Deiche besser zu „verstehen“: Zu finden sind die sogenannten „QR-Codes“ seit Neuestem auf einer Reihe von Schildern, die der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) am Elbufer angebracht hat. Wenn man das Zeichen mit seinem Smartphone einliest, wird man auf eine entsprechende Internetseite des LSBG weitergeleitet.
„Viele denken gar nicht darüber nach, welche wichtige Funktion die Deiche für den Hochwasserschutz haben“, sagt Michael Schaper vom LSBG. „Wir wollen die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Insbesondere die junge Generation, die mit moderner Technik unterwegs ist, soll angesprochen werden.“
Bislang wurden sieben Stand-orte der Elbinsel mit QR-Codes ausgestattet, darunter der Strand in Finkenriek, der Spreehafen und die Bunthäuser
Spitze. Wer den Code mit seiner Handy- oder Tabletkamera ins Visier nimmt, erfährt allerlei Interessantes über die Geschichte des Deichbaus, über die
Länge der Hochwasserschutzanlagen (in Wilhelmsburg 24 Kilometer) und über ihren Aufbau.
Die Flut bedroht täglich
die Elbinsel

Außerdem finden sich wissenswerte Informationen darüber, wie ein Schöpfwerk funktioniert. Die Elbinsel verfügt über insgesamt drei Schöpfwerke. Diese sorgen dafür, dass selbst bei hohem Elbpegel überschüssiges (Regen-)Wasser nach draußen gepumpt wird.
Entstanden sind die „QR-Codes“ in Zusammenarbeit mit dem Deichverband Wilhelmsburg. Hintergrund: Der LSBG und der Deichverband wollen gemeinsam daran arbeiten, das Bewusstsein für die tägliche Flutbedrohung in der Bevölkerung wachzuhalten. „Wir wollen den Menschen vor Augen halten, dass sie ohne die Deiche hier nicht wohnen könnten“, sagt Verbandsmitglied Dieter Steffen. „Sonst stünde die Elbinsel zweimal am Tag unter Wasser!“

Die Infos können auch über die Internetseite des LSBG aufgerufen werden: www.lsbg.hamburg.de. Zum Ziel gelangt man, indem man die Links „Gewässer“ und anschließend „Porträt der Hochwasserschutzanlagen“ anklickt.
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