Vor 70 Jahren: Feuersturm über Hamburg

Die Bombenangriffe im Juni 1943 hinterließen nicht nur großflächige Zerstörungen in Hamburg - auch über 30.000 Menschen starben. (Foto: BallinStadt)

BallinStadt zeigt Sonderausstellung „1943: Operation Gomorrha“

Vor 70 Jahren fegte ein Feuersturm über Hamburg hinweg, der unter dem Namen „Operation Gomorrha“ in die Geschichtsbücher einging. Als die Alliierten im Sommer 1943 mehrere Bombenangriffe auf Hamburg flogen, lösten sie ein wahres Inferno aus. Ganze Stadtteile brannten, auch die Elbinseln standen in Flammen. Von den über 35.000 Todesopfern starben viele einen qualvollen Feuertod. Das Auswanderermuseum BallinStadt zeigt anlässlich des 70. Jahrestags eine Sonderausstellung zu dem Thema: „1943: Operation Gomorrha – das Bombardement auf den Elbinseln“.
Die Ausstellung schildert die Erfahrungen der unmittelbar betroffenen Zivilbevö̈lkerung und gibt einen bewegenden Einblick in das Leben während des Krieges. Dabei stehen die Geschehnisse auf den Elbinseln im Vordergrund. Denn der 2. Weltkrieg fand auch auf den Elbinseln seine ganz persö̈nlichen Schicksale, auch hier wurden Familien ihres Heims beraubt, verloren all ihr Hab und Gut, und auch hier starben Menschen im Feuersturm. Durch den hohen Grad an Zerstö̈rung und Verlusten in fast ganz Hamburg ist die Zerstö̈rung auf den Elbinseln ein wenig in den Hintergrund getreten.
Die BallinStadt zeigt neben Audio- und Videoeinspielungen, Bildern und Fotos auch umfangreiche Hintergrund- informationen zur Situation auf den Elbinseln. Darüber hinaus wird in Kooperation mit dem KZ Neuengamme die Geschichte der Kriegsgefangenenlager auf der Veddel thematisiert. Als ein zentraler Ort der Ereignisse dienten die damaligen Auswandererhallen der Internierung von französischen, sowjetischen und weiteren Soldaten.
Der Name „Gomorrha“ bezieht sich übrigens auf eine biblischen Stadt im 1. Buch Mose: „Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.“

Die Sonderausstellung ist bis zum 31. Mä̈rz in Haus 1 der BallinStadt, Veddeler Bogen 2, zu sehen. Täglich von 10 bis 16.30 Uhr.
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