Von der Margarinefabrik zum Gewerbehof

Außenansicht: das EGZ von der Peutestraße aus gesehen. (Foto: cvs)

Das Elbe-Gewerbezentrum auf der Peute ist 30 Jahre geworden

von Christopher v. Savigny

Von außen hat sich das Elbe-Gewerbe-Zentrum (EGZ), das vor kurzem sein 30-jähriges Bestehen feierte, kaum verändert: Sowohl die rote Backsteinfassade wie auch die originalgetreu erhaltene Laderampe sehen noch genauso aus wie in den 1930er Jahren, als die Gebäude entstanden. Innen drin hat sich dagegen viel getan.
Die großen Lagerhallen und Produktionsflächen sind verschwunden und haben kleinen, modernen Büros und Betrieben Platz gemacht. Neue Heizungs- und Stromleitungen wurden verlegt, energiesparende Fenster eingebaut und das Dach abgedichtet. Heute ist das EGZ eines der ältesten und größten Gewerbezentren Hamburgs. Geschäftsführerin Gilda Reitinger ist stolz auf ihre Einrichtung, die mit bezahlbaren Mieten lockt und so auch kleinen Betrieben das Überleben auf der Peute sichert. Der 30. Geburtstag wurde mit allen ansässigen Gewerbetreibenden gefeiert. „Wir pflegen einen engen Kontakt zu unseren Mietern“, sagt Reitinger.
1979 hatte ihr inzwischen verstorbener Mann Gert Reitinger die damalige Margarinefabrik und Kaffeerösterei erworben, um sie zu einer Filiale seines „Schneverdinger Wellpappenwerks“ auszubauen. Im Stadtteil hieß das Gebäude das „Peute-Druck-haus“. Nachdem sich nach und nach weitere Firmen angesiedelt hatten, gründete Reitinger kur-zerhand eine Grundstücksgesellschaft – das Elbe-Gewerbe-Zentrum war geboren. Fünf Büro- und Lagerhäuser mit 30.000 Quadratmetern Fläche bieten derzeit rund 120 Unternehmen Platz. Darunter befinden sich Tischlereien, Metallwerkstätten, Speditionen, aber auch Künstlerateliers und Fotostudios. Eine Trafostation auf dem Gelände sorgt dafür, dass immer ausreichend Strom vorhanden ist. Im hauseigenen Casino kann man günstig zu Mittag essen.
Was die Zukunft des EGZ betrifft, hat sich Gilda Reitinger bereits ihre Gedanken gemacht. „Die Sanierung gleicht einer Lebensaufgabe“, hat sie festgestellt. „Wir arbeiten ständig an der Instandhaltung.“ Als ihren Nachfolger hat die 61-Jährige einen jungen Co-Geschäftsführer eingestellt. Obwohl sie es mit der Übergabe nicht eilig hat: „Ein hanseatischer Kaufmann pflegt sich nicht zu pensionieren“, so Reitinger augen-zwinkernd.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.