Vom Dach ins Klassenzimmer

G17-Schulleiter Wolf-Rüdiger Giersch, Hamburg-Energie-Geschäftsführer Dr. Michael Beckereit, Schulsenator Ties Rabe und Klaus Teichert von Schulbau Hamburg (v.l.) nehmen die Anlage in Betrieb. (Foto: pr)

Neue Solaranlage der Gewerbeschule G17 sorgt für Strom
– und für praktischen Unterrichtsstoff

Die größte Solaranlage auf einem Hamburger Schuldach befindet sich seit Montag in Wilhelmsburg! Der Clou: Die Anlage auf dem Dach der Staatlichen Gewerbeschule für Metalltechnik (G17) in der Dratelnstraße speist nicht nur Strom ins Netz ein, sondern steht den Schülern auch für den praktischen Unterricht zur Verfügung.
Regenerative Energien sind für die G17 nicht erst seit dem Umwelthauptstadtjahr ein Thema. Bereits bei ihrer Gründung vor 25 Jahren hat die Schule ihnen einen eigenen Profilbereich gewidmet, der vor allem praktisch ausgerichtet ist. „Mit professionellen Anlagen zu verschiedenen regenerativen Energieerzeugungsarten ermöglichen wir Schülern einen praktischen Zugang zum Thema. Die aktuellen Messdaten machen den Unterricht anschaulich und bringen die Technik vom Dach ins Klassenzimmer“, sagt Schulleiter Wolf-Rüdiger Giersch.
Bildungssenator Ties Rabe, der zur Einweihung der Anlage vorbeischaute, würdigte die optimale Vorbereitung der Schüler für den wachsenden Arbeitsmarkt. „Die Erfahrungen, die sie mit der neuen Solaranlage sammeln, können sie später in ihrer beruflichen Praxis einsetzen“, so Rabe.
Die Anlage dient zwar zu Versuchszecken, speist aber gleichzeitig regulär Strom ins Netz ein. „Auf einer Fläche von rund 670 Quadratmetern produzieren über 520 Module jährlich etwa 85.000 Kilowattstunden Strom – das entspricht dem Jahresverbrauch von mehr als 30 Haushalten“, erläutert Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Energie. Zusammen mit älteren Modulen verfügt die G17 jetzt über eine Solarleistung von etwa 120 Kilowatt peak. Damit werden knapp 40 Prozent des Bedarfs, den die Schule an elektrischer Energie hat, selbst gedeckt.
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