Volle Fahrt voraus

Brigitte Hübner (l.) und Britta Landwehr leiten die Beratungsstelle Biff im Frauenkulturhaus, Neue Straße 59. Kontakt: Tel. 77 76 02.

Frauenberatungsstelle Biff: Neuer Träger und viele Pläne

Nach mehreren turbulenten Monaten ist in der Frauenberatungsstelle BIFF wieder Ruhe eingekehrt. Anfang des Jahres hatte das Frauenkulturhaus, damals Träger der Einrichtung, Insolvenz angemeldet. Danach sicherte eine Honorarkraft den Notbetrieb in der Beratungsstelle. Mitte März übernahm der Verein Biff Winterhude die Trägerschaft. Seitdem finden alle Beratungs- und Kursangebote wie gewohnt statt. „Jetzt können wir die Zukunft planen und die Frauen verlässlich unterstützen“, freut sich Britta Landwehr. Die Pädagogin und Psychotherapeutin leitet die Biff gemeinsam mit der Psychologin Brigitte Hübner.
Den beiden Leiterinnen ist jetzt besonders wichtig, dass Frauen in Harburg erfahren, dass die Biff jetzt voll besetzt ist und sie wieder uneingeschränkt Hilfe bekommen. Landwehr und Hübner stehen Ratsuchenden telefonisch und persönlich während der offenen Beratungsstunden immer dienstags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung. Wer in einer akuten Krise steckt, wird in der Biff kurzfristig beraten und bekommt Informationen darüber, welche anderen Stellen helfen können. Zudem kommt zwei Mal im Monat eine Anwältin in die Einrichtung und informiert über das Thema Trennung und Scheidung. Am 24. Juni um 20 Uhr hält die Juristin darüber einen Vortrag.
Landwehr und Hübner haben viele Pläne für neue Kurse und Veranstaltungen. Ab Juni wird immer dienstags um 18.15 Uhr der Kurs „Das Leben ist so, wie wir es gestalten?!“ angeboten. „Die Gruppe soll das Selbstwertgefühl und die Autonomie der Frauen stärken“, erklärt Brigitte Hübner. Weitere Angebote zu den Themen Entspannung, berufliche Orientierung und emotionales Essen sowie Kurse für Frauen mit Missbrauchserfahrungen sind in Planung.
Am 28. Juni stellt das BIFF im Rahmen einer „Sommerakademie der Seele“ sein Kurs- und Beratungsangebot vor – darunter Tanz-, Musik- und Kunsttherapie – und lädt zu einer Kreativwerkstatt ein. „Die Frauen können mal reinschnuppern und schauen, ob etwas für sie dabei ist“, erklärt Hübner.


Mädchentreff: Notbetrieb noch bis Ende Juni
Die Suche nach einem neuen Träger für den Mädchentreff im Frauenkulturhaus läuft weiter. Nach Angaben des Bezirksamtes Harburg ist die Ausschreibungsfrist bereits beendet, über die Bewerber dürfe man jedoch keine Auskünfte erteilen. Anfang Mai werde über einen neuen Träger entschieden. Bis Ende Juni finanziert das Bezirksamt einen Notbetrieb. Reguläre Angebote, wie der offene Treff und die Hausaufgabenhilfe finden weiter statt. Das Ferienprogramm im Sommer wird jedoch ausfallen müssen.
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