Verstärkung lässt auf sich warten

Das neue Schiff soll noch flacher werden als die Fähre „Rafiki“. Damit passt es auch bei hohen Wasserständen unter der Argentinienbrücke durch und kann den Anleger Ernst-August-Schleuse problemloser erreichen.

Nach Werftinsolvenz ist das neue Hadag-Flachschiff für die Fährlinie 73 zwischen Wilhelmsburg und St. Pauli erst im Mai fertig

Das neue Hadag-Flachschiff wird nicht wie geplant ab April auf der Fährlinie 73 zwischen St. Pauli und Wilhelmsburg eingesetzt. Grund ist die Insolvenz der Werft SBB Spezialschiffbau Oortkaten, die das Schiff konstruiert hat und es baut. Die kleine Werft, die bereits die typischen bügeleisenförmigen Hadag-Fähren entworfen hat, ist seit Dezember 2013 zahlungsunfähig und konnte den Auftrag nicht rechtzeitig abschließen. Ein Investor, der die Zukunft des Familienunternehmens mit 14 Vollzeit- und drei Teilzeitangestellten sichert, ist bisher noch nicht gefunden.
Hadag-Chefin Gabriele Müller-Remer geht davon aus, dass das Schiff Mitte Mai fertig sein wird und unmittelbar danach eingesetzt werden kann. „Ende letzten und Anfang diesen Jahres hat die Arbeit eher geruht. Zwischenzeitlich sind aber alle voller Engagement dabei, das Schiff baldmöglichst fertigzustellen“, sagt sie. Ursprünglich sollte die Fähre Ende Februar fertig sein. Nach Angaben der SBB Spezialschiffbau konzentriert man sich zurzeit ausschließlich auf ihren Bau. Das Schiff schwimme bereits, jetzt sei die Innenverkleidung, Bestuhlung, die Motorisierung und Elektrik dran.
Mit dem neuen Flachschiff will die Hadag den sicheren Fährbetrieb zwischen St. Pauli und Wilhelmsburg gewährleisten. Denn bei hohen Wasserständen passen nur diese Schiffstypen unter der Argentinienbrücke durch und erreichen den Anleger Ernst-August-Schleuse. Bisher hatte der Fährbetreiber mit „Rafiki“ und „Nala“ nur zwei flache Fähren in seiner Flotte. Fiel eine reparaturbedingt aus, war es zu Engpässen gekommen und der Anleger konnte zum Ärger der Wilhelmsburger nicht angesteuert werden. Die neu georderte Fähre sollte hier Abhilfe schaffen. Zudem handelt es sich bei dem Schiff um eine komplette Neukonstruktion, die noch flacher ist als „Rafiki“ und „Nala“.
Wie die neue Fähre heißen soll, durften die Wilhemsburger mitentscheiden. Wochenblatt-Leser schickten nach einem Aufruf 45 Namensvorschläge an die Hadag. Sobald ein Termin für die Schiffstaufe festgelegt werden kann, wird der Namensgeber verständigt und zur Taufe eingeladen. Er kann sich zudem über eine Hadag-Ausflugsfahrt seiner Wahl freuen.
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