Veddeler Kicker gegen Rassismus

Die Hamburger Dynamofans unterstützen die Veddeler Kicker vom Verein FC Dynamo Hamburg-Veddel. Mittendrin: Die Vereinsvorsitzenden Olaf Block (Veddel, Mitte l.) und Roy Kattner (Dynamofans, Mitte r.).

FC Dynamo Hamburg-Veddel bekam unerwartete Unterstützung

Auf dem Fußballplatz geht es manchmal ganz schön rabiat zu, davon kann Olaf Block, Vorsitzender des FC Dynamo Hamburg-Veddel, ein Lied singen. 124 Kinder aus 14 Nationen kicken zurzeit in seinem Verein. Da kommt es schon mal vor, dass sich Schimpfwörter auf die Herkunft eines Spielers beziehen. Doch wer andere als „Bimbo!“ oder „blöder Türke!“ beschimpft, fliegt vom Platz. „Das ist noch nicht gravierend bei uns, aber man kann nicht früh genug anfangen, gegen Rassismus vorzugehen“, findet Block.
Der Trainer und Vereinsgründer hat jetzt Hilfe von unverhoffter Seite bekommen: Ausgerechnet Fans des Zweitligisten Dynamo Dresden, die ja nicht gerade als die friedlichsten gelten, wollen den kleinen Verein sponsern und in seinem Kampf gegen Gewalt und Rassismus unterstützen. Als erste Tat spendeten die „Hamburger Dynomofans“ der Veddeler D-Jugend Trikots mit dem Aufdruck „Love Dynamo – Hate Racism“.
„Schon in unserer Satzung ist die Ablehnung von Gewalt und Fremdenfeindlichkeit festgeschrieben“, betont Roy Kattner, Erster Vorsitzender der Hamburger Dynamofans. Als man nach einem sozialen Projekt suchte, für das man sich engagieren könnte, sei man auf die Veddeler Dynamos gestoßen – die zufälligerweise auch noch in den gleichen schwarz-gelben Vereinsfarben spielten!
Olaf Block war von dem Angebot sofort begeistert: „Sponsoren brauchen wir sowieso immer, und das Thema Gewalt ist wichtig.“ Mit Unterstützung der Dynamofans war seine E-Jugend bereits im Trainingslager an der Ostsee, wo neben Fußball auch Rassismus und Konfliktlösung auf dem Programm standen. „In kleinen Übungen zeigen wir den Kindern, wie sie reagieren können, wenn sich jemand aggressiv verhält“, so Block. „Zum Beispiel einfach weggehen!“
Der 41-Jährige möchte das Thema auf jeden Fall noch vertiefen. Alle Mannschaften sollen den „Coolness-Tag“ beim Hamburger Fußballverband besuchen, doch das kos-tet 500 Euro pro Team. Block: „Dafür suchen wir noch Sponsoren!“ Für Februar ist außerdem eine Reise nach Dresden geplant. Seine D-Jugend-Ki-cker dürfen beim Spiel Hertha BSC gegen Dynamo Dresden als Auflaufkids mit auf den Platz.
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