Umweltbundesamt lehnt Hafenquerspange ab.

Die A26-Ost soll westlich der Wilhelmsburger Reichsstraße auf Stelzen geführt werden, unter der Bahn, dem Katenwegund dem Friedhof in einem Tunnel und anschließend bis zur A1 in einem offenen Trog.

Die A26-Ost, früher Hafenquerspange genannt, steht im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans im „vordringlichen Bedarf“. Sie könnte deshalb in den nächsten 15 Jahren auf Kosten des Bundes gebaut werden. Jeder kann bis zum 2.Mai zu dem Entwurf, der in diesem Jahr von der Bundesregierung und dem Bundestag beschlossen werden soll, Stellung nehmen.

Das Umweltbundesamt hat dies schon getan und die Hafenquerspange ebenso wie 40 andere geplanten Aus- und Neubauten von Autobahnen und Bundesstraßen abgelehnt, weil sie unnötig große Flächen verbrauchen und die Umwelt stark belasten. Gerade Hamburg braucht dringend Flächen vor allem für Wohnungsbau, die man nicht für Autobahnen vergeuden darf. Die Handelskammer hatte z.B. 2004 genau auf der Fläche an der Kornweide, auf der nun die A26-Ost gebaut werden soll, Wohnungsbau gefordert, die IBA wollte in unmittelbarer Nähe der geplanten Trasse Klimahäuser am Hauland errichten.
Bei einer von ca. 80 Menschen besuchten Veranstaltung von „Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“ wurden weitere Gründe genannt, allen voran die drohende Zerschneidung der Elbinsel durch die West-Ost-Autobahn, die von Moorburg entlang der hohen Schaar nach Wilhelmsburg und weitgehend parallel zur Kornweide verlaufen und direkt neben Kirchdorf-Süd in ein großes Autobahndreieck von A1 und A26 einmünden soll.

Es gibt besseres als eine neue Autobahn mitten durch Hamburg.

Für den Güterverkehr des Hafens, von dem nur ein sehr kleiner Anteil durch die Autobahn fahren würde, gibt es bessere Alternativen: eine wirklich langfristig funktionsfähige Köhlbrandquerung sowie im Osten einen Tunnel von dem Veddeler Damm zur A253 bei Georgswerder, wie er für Olympia als machbar erklärt wurde.
Hauptsächlich ist es Autoverkehr , der für die A26-Ost prognostiziert wird, vor allem der Pendler, von denen viele von der übervollen S-Bahn auf eine neue Autobahn ausweichen würden.
Schon das vor zwei Jahren vorgelegte Gesamtmobilitätskonzept für den Hamburg Süden hatte eine deutliche Verstärkung der S-Bahn gefordert sowie mittelfristig eine Verlängerung der U-Bahn U4 von der Hafencity über Wilhelmsburg nach Harburg.

Informieren und Stellung nehmen!


Näheres zu der A26-Ost steht in auf der Seite des Bundesverkehrsministeriums.
Zukunft Elbinsel hat versucht, diese Darstellung, die viel Verwaltungsdeutsch enthält, in normale Sprache zu übersetzen und auch zu bewerten.
Auf der Website findet man auch zusätzliche Materialien.
Eine Stellungnahme ist bis Montag, dem 2. Mai, auf dem Internetweg möglich. Dazu muss man ein Formular ausfüllen, das man auf dieser Seite des Verkehrsministeriums findet. Sie können das aufschreiben, was Sie selbst zur Hafenquerspange wichtig finden.
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
37
Rainer Böhrnsen aus Moorburg | 28.04.2016 | 16:59  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.