Tonnenweise Streusalz gelagert

Auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Stillhorn sind zwei neue, 22 Meter hohe Streusalzsilos in Betrieb genommen worden. Foto: hp

Der Winter kann kommen: Zwei neue Silos an der Autobahnmeisterei Stillhorn

von Henning Pfeifer

Besonders der vorletzte Winter ist vielen noch in böser Erinnerung: Schnee und Glatteis auf den Straßen – und kein Streusalz mehr auf Lager. „Wir hatten in den letzten beiden Jahren kalte und schneereiche Winter, in denen das Streusalz teilweise knapp wurde. Aber in diesem Jahr haben wir uns auf die härteren klimatischen Bedingungen vorbereitet“, versichert Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. An der Autobahnmeisterei Stillhorn wurden jetzt zwei neue, 22 Meter hohe Streusalzsilos in Betrieb genommen.
Die Kapazität des eingelagerten Streusalzes wurde damit um mehr als die Hälfte verdoppelt – von bisher 600 Tonnen auf jetzt 1.300 Tonnen. Bis 2013 ist zudem geplant, die Kapazität auf bis zu 2.000 Tonnen zu erhöhen. Die acht Lkw, die in der Autobahnmeisterei stationiert sind, können so bis zu 14 Tage die Autobahn A1 im Süden Hamburgs eisfrei halten, ohne dass neues Streusalz eingeliefert werden muss. „Für die öffentlichen Kassen ist das viel wirtschaftlicher, weil gerade im Winter die Streusalzpreise wegen der erhöhten Nachfrage in die Höhe schnellen“, erklärt Andree Poggendorf vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.
Weil Salz den Gefrierpunkt von Wasser bis auf minus 21 Grad Celsius senkt, ist es das effektivste Mittel gegen vereiste Straßen. Die großen Mengen an Salz, die auf die Autobahnen verteilt werden, sind allerdings nicht unbedenklich für die Umwelt: Das Salz gelangt mit dem Schmelzwasser in den Boden, greift damit die Vegetation an und gelangt ins Grundwasser, wo hohe Konzentrationen auch für den Menschen schädlich sind. Es kann passieren, dass sich so im Binnenland salzliebende Küstenpflanzen entlang der Autobahnen ausbreiten.
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