Tanztee mit Bandonion-Orchester

Bandonion-Orchester Harmonie-Freundschaft: „Musikalische Reise vom Erzgebirge ins Bürgerhaus“, lautet das Motto beim Tanztee am 8. November, ab 15 Uhr. Foto: pr

Musikalische Reise vom Erzgebirge ins Bürgerhaus

Von Sabine Deh.
Voller neuer Eindrücke ist das Wilhelmsburger Bandonion-Orchester Freundschaft-Harmonie jetzt aus Carlsfeld zurückgekehrt. Im Erzgebirge, nahe der tschechischen Grenze, nahmen die Musikanten im Oktober am 22. Internationalen Bandonionfestival teil. Mit dem beschwingten Programm, das die Elbinsulaner dort auf ihren historischen Instrumenten präsentierten, wollen sie jetzt auch ihr treues Publikum im Wilhelmsburger Bürgerhaus, Mengestraße 20, begeistern. Beim Tanztee am Sonntag, 8. November, um 15 Uhr (Ende gegen 17.30 Uhr) heißt das Motto daher „Musikalische Reise vom Erzgebirge ins Bürgerhaus“. Eintritt: sechs Euro.
Alle Jahre wieder trifft sich die internationale Bandonion-Szene in Carlsfeld. Kaum zu glauben, aber wahr: In Deutschland gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch mehr Bandonion- als Fußballvereine. Nach den Weltkriegen ließ das Interesse an dem Instrument merklich nach. Schließlich musste auch die Firma Alfred Arnold die Produktion ihrer weltberühmten Bandonions einstellen.
Bis 1933 wurden in Carlsfeld noch monatlich 600 „Quetschkommoden“ mit dem Markenzeichen „AA“ hergestellt, von denen ein Großteil in die Tango-Regionen Südamerika und Finnland exportiert wurde. „Wir haben auf dem Treffen in diesem Jahr gemeinsam mit namhaften Solisten wie Klaus Gutjahr aus Berlin gezeigt, dass die deutsche Bandonion-Szene wieder durchaus lebendig ist“, erzählt Freundschaft-Harmonie-Musiker Gerd Kaczmarek. Seit einigen Jahren werden nun auch in Carlsfeld wieder Einzelanfertigungen der berühmten Alfred Arnold-Bandonions hergestellt.
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