Stethoskop an den Nagel gehängt

Hat jetzt Zeit für Neues: Manuel Humburg.

Langjähriger Hausarzt Manuel Humburg geht in den Ruhestand

Für mache ist er der Hausarzt, andere kennen ihn als streitbaren Stadtteilaktivisten: Manuel Humburg, Allgemeinmediziner und Mitbegründer des Vereins Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg, geht in den Ruhestand. Was er mit der vielen Freizeit anfangen wird, weiß er noch nicht so genau. „Auf jeden Fall neue Wanderschuhe kaufen“, so der 65-Jährige.
Aufgewachsen im kleinen Luftkurort Bad Bederkesa zog es ihn zum Studieren erst nach Freiburg, später fand er in Hamburg seine erste Anstellung als Arzt. Auf den Doktortitel habe er bewusst verzichtet. „Ich habe mich lieber politisch engagiert, anstatt diese Fleißarbeit zu schreiben“, erzählt er. Als Fachschaftssprecher kämpfte er damals für bessere Studienbedingungen, später engagierte er sich für den Stadtteil, der seit 1975 sein Zuhause ist: Wilhelmsburg. Trotz Akkordarbeit in der eigenen Praxis fand er immer genug Zeit für explosive Themen: Hafenquerspange, Müllberg, Reichsstraße, Zollzaun – Humburg mischte sich ein. „Für die Bürgerschaft kandidieren kommt für mich aber trotzdem nicht in Frage“, versichert er. „Auch jetzt nicht!“
Nach einem anstrengenden Berufsleben ist er nun auf der Suche nach einer neuen, gesunden Balance: „Ich muss gucken, was mir gut tut, und welche Themen mich wirklich interessieren.“ Das muss nicht notgedrungen mit Wilhelmsburg zu tun haben. „Es gibt zum Glück genug junge, engagierte Leute, die aufpassen, dass der Stadtteil nicht unter die Räder kommt“, so Humburg.
Gibts konkrete Pläne? Nein, nur ein paar Träume: Er würde gerne mal Michael Moore treffen, den vor allem wegen seiner unerschrockenen Bush-Kritik bekannt gewordene US-Autor und Filmregisseur. Außerdem wandert er gerne, zum Beispiel auf dem rund 1.000 Kilometer langen Southwestcoastpath in Cornwall. Humburg: „Vielleicht probiere ich auch mal die neue Kletterhalle in Wilhelmsburg aus.“
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