Stadt mietet Superbau

Hennings Tants, Vorstandssprecher der Spriag (l.), Jutta Blankenau, Senatorin der BSU und Andy Grote, neuer Leiter des Bezirksamts Mitte, freuen sich auf den Behörden-Neubau, der gemeinsam mit anderen Neubauten das Image Wilhelmsburgs nachhaltig aufwerten soll. Foto: ad

Richtfest am Behörden-Neubau in der Neuenfelder Straße: Im Sommer 2013 werden 1.400 Mitarbeiter einziehen

von Angela Dietz

Ein Bau nach dem anderen wird in Wilhelmsburgs neuer Mitte hochgezogen. Jetzt feierten die stadteigene Sprinkenhof AG (Spriag) und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) Richtfest. Im Sommer 2013 ziehen die rund 1.400 Mitarbeiter der BSU und des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung auf die Elbinsel.
„Wir errichten ein Gebäude mit einem hohen ökologischen Standard im Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und Funktionalität mit einer herausragenden Architektur“, freute sich Henning Tants, Vorstandssprecher der Spriag. Der künftige Energieverbrauch des Gebäudeensembles liegt 60 Prozent unter der Norm. Zum Heizen und Kühlen wird Erdwärme genutzt. 834 Geothermiepfähle werden dafür eingesetzt. Kein Wunder, dass der Bau von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen das Goldlabel erhielt.
Nicht nur als Behördenchefin, sondern „als Mietervertreterin“ feiere sie Richtfest, witzelte Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau. Denn die BSU wird als Mieterin in dem Gebäudekomplex residieren.
Selbst behördenintern wurde der Umzug aus verteilten Gebäuden in der Innenstadt und Rothenburgsort kritisch diskutiert. Noch vor gut einem Jahr stand der 192 Millionen Euro teure Behördenneubau auf der Streichliste. Doch er habe Vorteile, so die Senatorin: „Viele Wege fallen weg und die Kommunikation wird einfacher.“
Blankau weiter: „Nach der Hafencity ist Wilhelmsburg das zweite große Stadtentwicklungsprojekt.“ Dabei kommt dem künftigen Sitz der BSU auch symbolische Bedeutung zu. „Hamburg schaut auf den Süden“, ergänzte die Stadtentwicklungssenatorin.
Bisher lief für das IBA-Projekt alles nach Plan. Sowohl die Kosten als auch der Zeitplan werden eingehalten. Der Rohbau mit Turm und den charakteristischen, abgerundeten Flügeln ist fertig. Bis das Gebäudeensemble so bunt aussieht wie auf den Entwürfen, müssen noch 26.000 farbige Keramikteile an die Fassade montiert werden.
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