Sportpreis für Elbinsel-Kickerinnen

Viel Unterstützung bei der Preisverleihung: Zu der Feier in der Stadtteilschule am Hafen kam Cordula Radtke (obere Reihe 4.v.r.) mit ihrem Mann Trygve Radtke, Torwarttrainer und Finanzwart des Vereins, und 13 weiteren Vereinsmitgliederinnen und Ehrenamtlichen. (Foto: T. Radtke)

Interview mit Cordula Radtke vom 1. Frauen Fußball-Club Elbinsel

Große Auszeichnung für den 1. Frauen Fußball-Club Elbinsel Wilhelmsburg: Der Verein hat den ersten Platz beim Sportpreis der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte belegt und kann sich über ein Preisgeld von 3.000 Euro freuen. Insgesamt wurden drei Vereine für herausragende Projekte im Bereich „Interkulturelle Öffnung des Vereinssports“ ausgezeichnet.
Das Elbe Wochenblatt sprach mit der Ersten Vorsitzenden Cordula Radtke.
Elbe Wochenblatt: Ihr Verein wurde 2006 als reiner Frauen Fußball-Club gegründet. Warum?
Cordula Radtke: Unser Hauptziel war und ist die gezielte Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs auf der gesamten Elbinsel. Wir verstehen uns dabei als sozialer Akteur im Stadtteil und setzen dieses Selbstverständnis konsequent um. Die Ausrichtung auf den weiblichen Fußballsport erleichtert es uns, Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund zum Sporttreiben zu motivieren und ihnen gleichzeitig soziale Kompetenzen zu vermitteln. Gleichzeitig ermöglicht uns dies, noch stärker auf jene zuzugehen, die auf Grund von kulturellen, finanziellen oder körperlichen Gründen schwerer Zugang zu Sport und Bewegung haben.
EW: Wie viele Mitglieder hat der 1. FFC Elbinsel?
C.R.: Unser Verein, mit aktuell 141 Mitgliedern – 80 Prozent Kinder und Jugendliche – ist so bunt und vielfältig wie die Menschen auf den Elbinseln. Sie stammen aus 40 verschiedenen Ländern von fünf Kontinenten. Der Anteil von Mitgliedern mit Migrationshintergrund liegt bei 62,3 Prozent. Sechs Mannschaften von den F-Juniorinnen bis zu den Frauen nehmen regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teil.
EW: Sie wurden für „Fußball baut Brücken“ ausgezeichnet – was verbirgt sich dahinter?
C.R.: „Fußball baut Brücken“ ist kein einzelnes Projekt, sondern der Leitgedanke unseres Vereins. Er wird mit verschiedenen Projekten und Maßnahmen umgesetzt. Der Leitgedanke bezieht sich konkret auf den Stadtteil mit zahlreichen Brück-en und das Medium Fußball, welches wichtige Brücken zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen bauen kann.
EW: Was haben Sie mit dem Preisgeld von 3.000 Euro vor?
C.R.: Das Geld können wir für die Aus- und Weiterbildung von Migrantinnen für alle Vereinsstrukturen, eine Imagekampagne „Integration von Frauen und Mädchen mit Hilfe des Mediums Fußball“, Trainingsmaterialien und Mannschaftsausrüstung gut gebrauchen.
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