Spontanes Gitarrensolo rettet den Abend

Ulrich Koch (r.) nahm die Elbinselnadel für seinen Verein entgegen und freute sich gemeinsam mit Vereins-Geschäftsführer Jürgen Hansen über die Auszeichnung. (Foto: Klaus Lübke)

Veddeler Verein „Get the Kick“ mit Elbinselnadel ausgezeichnet

Seit rund zehn Jahren setzen sich die Mitglieder des Vereins „Get the Kick“ für Jugendliche auf den Elbinseln ein, jetzt wurden sie für ihre Arbeit ausgezeichnet: Beim diesjährigen Jahresempfang im Wilhelmsburger Rathaus bekam der Verein die Elbinselnadel. „Das war eine große Überraschung. Ich war vollkommen ahnungslos“, sagte der Vereinsvorsitzende Ulrich Koch, der die Ehrennadel stellvertretend für seinen Verein entgegennahm. Die Anstecknadel in Form der Elbinseln aus 585er Gold wird alljährlich an Menschen vergeben, die sich durch ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben.
„Get the Kick“ startete 2004 als Initiative und veranstaltete Straßenfußball-Turniere auf der Veddel. Mittlerweile ist der Verein anerkannt als Träger der freien Jugendhilfe und organisiert – oft in Zusammenarbeit mit Schulen von den Elbinseln – verschiedene Projekte mit dem Ziel, Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf zu unterstützen. Seit 2012 ist der Vereinssitz das Haus der Projekte „Die Mügge“ – der Bau ist im Rahmen der IBA entstanden. Über die Elbinselnadel freut sich Ulrich Koch sehr. „Das ist eine tolle Würdigung unserer Arbeit“, sagte er.
Rund 250 Personen waren zu dem Empfang vergangenen Freitag gekommen, zu dem der Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel geladen hatte. Die Veranstaltung wird jedes Jahr von einer anderen Fraktion im Ausschuss ausgerichtet, dieses Mal von der Piraten Partei. Nicht alles lief jedoch nach Plan: Als die zwölfköpfige afrikanische Trommelgruppe, die für Musik sorgen sollte, nicht erschien, sprang spontan einer der Gäste ein. Lutz Cassel, Vorsitzender des Beirats für Stadtteilentwick-lung Wilhelmsburg, holte schnell seine Gitarre von Zuhause und stimmte „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüddelband“ an. „Ist ja blöd, wenn nur Reden geschwungen werden“, meinte Cassel und freute sich: „Ich hab die Herrschaften zum Mitsingen animieren können!“ Der Regionalbeauftragte Thomas Schulz war begeistert über so viel Einsatz. „Das ist ist typisch für Wilhelmsburg“, sagte er.
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