Soulkitchenhalle wieder geöffnet

Am Wochenende feierte die Soulkitchenhalle drei Tage lang Wiedereröffnung.

Nach Reparaturarbeiten: Bezirksamt hebt Nutzungsverbot auf – aber: Mietvertrag läuft im Dezember aus

von Christoher v. Savigny

Aufatmen bei den Betreibern der Soulkitchenhalle in der Industriestraße: Nachdem die Mängel, die zur Schließung geführt hatten, beseitigt wurden, hat das Bezirksamt Mitte das Nutzungsverbot wieder aufgehoben. Am vergangenen Wochenende wurde Wiedereröffnung gefeiert.
„Unser Dank gilt allen helfenden Händen und dem überwältigen Zuspruch aus der Kulturszene, die uns motivierten, dieses Unterfangen in Angriff zunehmen“, sagt Mathias Lintl, Initiator des kulturellen Treffpunkts. „Nun heißt es schnell wieder zum Spielbetrieb zurückzukehren, um die Kosten für die Maßnahmen bezahlen zu können.“ Rund 7.000 Euro Schulden habe man eingefahren. „Finanziell sind wir absolut am Limit“, so Lintl.
Drei Wochen lang hatten ehrenamtliche Helfer repariert und aufgeräumt: Aus Brandschutzgründen musste unter anderem das riesige Lager in der Halle geleert werden. Baumaterialien, Sperrholz und Leinwände wanderten in einen 20-Fuß-Container neben dem Seiteneingang. Was nicht mehr gebraucht wurde, landete auf dem Flohmarkt oder gleich im Sperrmüll.
Der Hallenvermieter, die Sprinkenhof-AG (SpriAG), spendierte einen neuen Strom-anschluss, alle elektrischen Anlagen wurden von einem Handwerksbetrieb untersucht und mit Prüfsiegel versehen. Mit der Räumung des Lagers wurde ein zweiter Ausgang freigemacht, einen dritten haben die Soulkitchen-Macher in die Schiebetür an der rechten Gebäudeseite eingebaut. Dahinter steht eine frisch mit Dachpappe versiegelte Rampe, über die die Halle im Notfall evakuiert werden könnte.
Das Bezirksamt hatte zuvor unzureichenden Brandschutz, fehlende Fluchtwege und mangelhafte Elektrik moniert – diese Mängel sind vorerst behoben, und das Nutzungsverbot, das Anfang September in Kraft getreten war, ist vom Tisch. Es fehlt aber noch eine Zusage der SpriAG, den Mietvertrag über das Jahresende hinaus zu verlängern. Die Bürgerschaftsfraktion der GAL hat jetzt gefordert, die Soulkitchenhalle langfristig zu sichern. Ein entsprechender Antrag wurde an den Kulturausschuss verwiesen. „Dass sich die Bürgerschaft mit der Soulkitchenhalle beschäftigt, sehen wir als große Wertschätzung unserer Arbeit an“, sagt Lintl.
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