So geht Kunst auf der Gartenschau

Freuen sich auf die beiden Kunstprojekte auf der internationalen Gartenschau: Künstler Till Krause, Kuratorin Charlotte Brinkmann, igs-Chef Heiner Baumgarten, Künstler Lina Friel und Mark Wehrmann (v.l.). (Foto: igs)

Ausstellung der Projektideen für 2013

Kunst auf Gartenschauen zu zeigen hat Tradition. Die internationale Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg führt diese Tradition weiter, geht aber gleichzeitig neue Wege: „Wir wollen nicht den Park mit Kunstobjekten füllen, sondern ihn durch die Arbeit der Künstler beleben“, erklärt igs-Chef Heiner Baumgarten. Für die Ausstellung im nächsten Jahr konnten die international agierenden Künstler Till Krause und Mark Wehrmann gewonnen werden.
Schon allein die formale Planung des Ausstellungsgeländes und seine gedrängten Inhalte – sieben Themenwelten mit achtzig Schaugärten –, lassen kaum Spielraum für künstlerische Kreativität. „Vielversprechender erschien uns daher die Idee, während der Laufzeit der Gartenschau die Prozesse der Kunst und die Vorgehensweisen der Künstler auf dem Gelände zu verorten“, so Kuratorin Charlotte Brinkmann. Die Künstler dürfen sich mit einer selbstgewählten Fragestellung in einer Art „Forschungsstation“ auf dem Gelände positionieren und in den Stadtteil eingreifen.
So wird sich Künstler Till Krause in seinem Projekt „Freie Flusszone Süderelbe“ mit der hypothetischen Schließung der Süderelbe für die Binnenschifffahrt auseinandersetzen. Es soll eine Vision entwickelt werden, wie mit einem hochtechnisiertem Fluss umgegangen werden könnte. Die Arbeit von Mark Wehrmann „Friedhof der guten Ideen“ will die guten Ideen von Besuchern der Gartenschau anonym „begraben“. Die Besucher, die bereits seit Längerem eine „gute Idee“ mit sich herumtragen, jedoch nicht mehr davon ausgehen, diese jemals zu realisieren, sollen sich von ihr trennen und sich dadurch neue Freiräume eröffnen.
Diese und weitere Projektideen werden noch bis zum 8. Juli im igs-Zentrum, Am Inselpark 1, ausgestellt. Öffnungszeiten: di-fr 10 bis 18 Uhr, sa+so 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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