Seit Jahren marode

Hövelbrook: Seit Jahren beschwert sich die Familie Weiß zusammen mit Nachbarn über Schimmel, feuchte Wände und undichte Fenster. Foto: rs (Foto: rs)

Mieter im Hövelbrook klagen seit Jahren über Missstände – Hausverwaltung weiß angeblich von nichts

von R. SCHWARZ, Wilhelmsburg
Feuchte Wohnungen, undichte Fenster, Schimmel in den Wohnungen: Die Familie Weiß in der Straße Hövelbrook wirft dem Vermieter eines Mehrfamilienhauses schlimme Versäumnisse vor. „Im Winter zieht es durch die Fensterscheiben, die lassen sich nicht mehr richtig schließen“, klagt Morline Weiß.
Im Haus, das einen verwahrlosten Eindruck macht, gibt es nach Aussagen der Familie wiederholt Rohrbrüche der Abwasserleitung. Morline Weiß: „Es wurde immer wieder provisorisch repariert, aber nichts ausgewechselt.“ Darüber hinaus sei das Dach undicht, Schimmel breite sich. Die 13 Kinder im Haus im Alter von einem Monat bis elf Jahren hätten mit chronischem Husten zu kämpfen, auch die Erwachsenen hätten immer wieder Erkältungen.
Die zuständige Hausverwaltung fineline will von den Mängeln nichts gewusst haben: „Die Ihnen von den Mietern vorgetragenen Punkte sind uns zum Zeitpunkt der Übermittlung noch nicht zur Kenntnis gebracht worden, wir werden dies aber zum Anlass nehmen, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen, der eine eingehende Beurteilung vornehmen wird“, so Iris Maltzan. Sobald die Ergebnisse vorlägen, würden „zeitnah“ entsprechende Maßnahmen ergriffen, verspricht die fineline-Sprecherin.
Doch die Mieter hätten immer wieder auf die Missstände hingewiesen, beteuert Morline Weiß. „Wir haben seit mehr als zweieinhalb Jahren immer wieder diese Mängel aufgezeigt, es ist aber nie was passiert. Es waren auch Firmen hier, die sich die Fenster angeguckt haben, doch es wurde nie repariert.“ Morline Weiß wohnt seit 14 Jahren mit ihrer Familie in dem Haus.
Mittlerweile waren vergangene Woche auch die inzwischen von fineline beauftragten Gutachter in der Wohnung der Familie Weiß. „Die haben sich die Fenster angeguckt, aber nichts gesagt“, erzählt sie.
Dabei handelt es sich bei den geschilderten Mängeln nur um die Spitze des Eisbergs. Das Haus wirkt schäbig und verkommen, im Treppenhaus sind an den Decken Wasserflecken, in einem Stockwerk befinden sich zwei offenbar noch bewohnte Messie-Wohnungen, die Türen sind unverschlossen. In einer Wohnung stapelt sich der Müll bis in den Flur.
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1 Kommentar
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harras von Heilsperg aus Wilhelmsburg | 05.05.2012 | 02:33  
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