Schülerfirma: Note 1

Cynthia Rzeznicka (l.) und Hatice Anil gehörten zu den ersten, die beim Projekt VeddelERleben mitgemacht haben. Heute sind rund 40 Schüler aktiv dabei. (Foto: ad)

Ausgezeichnet: 10.000 Euro Preisgeld für Projekt „VeddelERleben“

Seit 2009 proben Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg den „Ernstfall“: Mit ihrer Schülerfirma „VeddelERleben“ erkunden die jungen Leute, wie es ist, mitten im Berufsleben zu stehen. Sie betreiben in der ehemaligen Polizeisporthalle auf der Veddel ein Zentrum für Sport- und Kulturveranstaltungen – mit allem, was dazu gehört: Hallenvergabe, Kundenbetreuung und Buchhaltung. Jetzt wurde das ambitionierte Projekt mit einem hochkarätigen Preis ausgezeichnet.
Die Mara und Holger Cassens-Stiftung und die Patriotische Gesellschaft von 1765 haben der Schülerfirma den mit 10.000 Euro dotierten Holger-Cassens-Preis verliehen. „Ich freue mich besonders, dass in diesem Jahr erstmals ein Projekt den Holger-Cassens-Preis erhält, das sich an ältere Jugendliche richtet und ihnen bei der Berufsorientierung hilft“, erklärt Stiftungsgründer Holger Cassens. Besonders überzeugt habe die Juroren, dass die Schüler die Halle als ihr eigenes Projekt begreifen und Kulturveranstaltungen für den Stadtteil planen. Jurymitglied Kaija Kutter erläutert: „Die Schüler haben Kurse zum Sportübungsleiter gemacht und können selber aktiv Kurse anbieten. Sie lernen, mit Kunden zu reden und auf andere Menschen zuzugehen. Sie entwickeln erste Ideen, welche Berufe später für sie interessant sein könnten.“
Genau das ist es auch, was Schulleiter Jörg Kallmeyer so beeindruckt. Zu Beginn des Projekts seien die damaligen Achtklässler noch völlig unselbstständig gewesen, erinnert er sich. „Heute treten dieselben Schüler, die jetzt in die 10. Klasse gehen, selbstbewusst auf, können mit Kunden verhandeln und sich auch vor fremdem Publikum gut präsentieren“, so Kallmeyer. Und: Alle haben einen Schulabschluss! „Das zeigt, dass diese Profilklasse der richtige Weg ist“, freut sich der Schulleiter.
Das stattliche Preisgeld wird komplett zurück in das Projekt fließen: in neue Büroausstattung, eine Kamera und Fortbildungen.
Unterstützt wird das Projekt weiterhin durch den Eigentümer, die Wohnungsgesellschaft Saga. „Die Entwicklung der Schüler, die wir seit der Gründung beobachten konnten, ist bemerkenswert“, erklärte Saga-Vorstand Willi Hoppenstedt.
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