Schüler machen Gärten

Seyda (16), Merve (15), Esra (17) und Sevilay (16, v.l.) aus der Klasse 10a der Stadtteilschule Wilhelmsburg beschneiden die Weiden, damit sie schön buschig werden und ein gemütliche Sitzecke einrahmen. (Foto: igs)

igs: Klasse 10a der Stadtteilschule Wilhelmsburg hat drei Tage mitgearbeitet

von Steffen Kozieraz, Wilhelmsburg
Wer glaubt, die Gärten der igs seien ausschließlich von professionellen Landschaftsarchitekten konzipiert, der sollte sich mal mit der Klasse 10a der Stadtteilschule Wilhelmsburg unterhalten. Deren Schüler haben nämlich fleißig Ideen geliefert und so einiges mitgestaltet.
Bei dem von ihnen mitgeplanten Jugendgarten „Do it: Crossover“ legten die kreativen Jungs und Mädels nun selber Hand an. Sie buddelten, pflanzten, verfugten und pflasterten drei volle Tage lang mit Begeisterung. Im Themenbereich „Welt der Bewegung“ entsteht neben einer Grill-, Party-, und Chillecke für Jugendliche auch ein Spielfeld und eine Skateanlage.
Sinem (16) erklärt, dass viele dieser Ideen wie das Spielfeld und die Skaterbahn aus ihrer Klasse stammen: „Wir können am Ende sagen, dass wir hier mitgewirkt haben. Das ist schon was Großes.“ Zumal diese Fläche auch nach der Gartenausstellung 2013 zur Verfügung stehen wird.
Dazu Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn, der sich auf eine kinder- und jugendfreundliche Stadtentwicklung spezialisiert hat: „Die Jugendlichen haben in Wilhelmsburg viel zu wenige Treffpunkte. Wir haben bei einer Planungswerkstatt ihre Bedürfnisse abgefragt.“ Daraus sind konkrete Modelle entstanden, die nun auf dem gut 800 Meter langen Gelände zwischen der Kletterhalle und der Bahntrasse umgesetzt werden.
Im Zentrum dieses Parks steht als eine Art „Wohnzimmer“ und Treffpunkt ein Jugendunterstand in Form einer großen Dose, der von den Jugendlichen entworfen wurde. Konflikte mit abhängenden Halbstarken, wie sie auf manchen Spielplätzen passieren, seien auf dieser Anlage verhindert, versichert Dirk Schelhorn: „Weil es hier genügend Angebote und Raum gibt.“
Klassenlehrerin Birgit Aghte ist stolz auf ihre Schüler: „Es ist toll, dass wir die Chance haben, die Gärten mitzugestalten“. Vor zwei Jahren hatte sie bei der igs angefragt, ob ihre Profilklasse für Natur und Forschung nicht eine Art Praktikum absolvieren kann. „Ich denke, dass sie durch solche Sachen mehr lernen als teilweise in der Schule,“ so die unkonventionelle Lehrerin.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.